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Digital Marketing August 29, 2019

Bereit für «Google for Jobs»?

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Vor wenigen Monaten hat Google in Deutschland seinen eigenen Dienst für Stellensuchende ausgerollt. In der Schweiz dürfte es ebenfalls schon bald so weit sein (Stand: Anfang September 2019). Was es mit «Google for Jobs» auf sich hat, welche Vorteile es bietet und wie Unternehmen davon profitieren können, erklären wir in diesem Blogpost.

Update am 10.09.2019: «Google for Jobs» ist jetzt in der Schweiz verfügbar.

Was ist «Google for Jobs»?

Bei «Google for Jobs» handelt es sich um eine Funktion innerhalb der Google-Suche, welche das Auffinden von freien Stellen sowie Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten erleichtert. Studiengänge und Events werden dabei allerdings nicht berücksichtigt. Die neue Job-Suche wurde erstmals in den USA im Juni 2017 lanciert und dann schrittweise auf andere Länder und Kontinente übertragen. In Deutschland ging «Google for Jobs» am 22. Mai dieses Jahres live.

Das heisst konkret: Immer dann, wenn ein Nutzer eine entsprechende Suchanfrage bei Google stellt (z.B. «online redakteur berlin»), kommt die neue Job-Funktion zum Einsatz. Die sog. «Job Listings» erscheinen, wie unten abgebildet, direkt unterhalb der bezahlten Anzeigen.

Ein Job-Listing zur Suchanfrage «online redakteur berlin»

Ein «Job Listing» in der deutschen Google-Suche zur Suchanfrage «online redakteur berlin»

Dabei greift Google auf bekannte Jobbörsen zurück, sofern diese das Crawling durch Suchmaschinen erlauben. Eine weitere Quelle sind die Karriereseiten von Unternehmen. «Google for Jobs» ist jedoch kein eigenständiges Tool für Bewerbungen.

Welche Vorteile hat «Google for Jobs»?

Stellensuchende profitieren in dreierlei Hinsicht:

Erstens erhalten sie nun direkt in der Google-Suche einen schnellen Überblick zu passenden Job-Angeboten. Durch Klick auf ein «Job Listing» lässt sich eine Detailansicht öffnen, die weitere Infos liefert.

Eine Detailansicht aus «Google for Jobs» zur Suchanfrage «online redakteur berlin»

Eine Detailansicht aus «Google for Jobs» zur Suchanfrage «online redakteur berlin»

Zweitens können Stellensuchende innerhalb der Job-Listings ihre Suche eingrenzen / filtern, ohne eine neue Suchanfrage eingeben zu müssen. Und drittens können sie ein Job-Abo anlegen, um bei neuen Angeboten benachrichtigt zu werden. Hierzu ist eine Anmeldung via Google Account nötig.

Für Unternehmen und Aus- und Weiterbildungsanbieter hat «Google for Jobs» folgende Vorteile:

Ihre Stellen werden schneller gefunden, sofern sie das sog. «JobPosting Markup» hinterlegt und alle übrigen Richtlinien befolgt haben (siehe «Was können Schweizer Unternehmen jetzt konkret tun?»). Dadurch kann sich die Zahl qualifizierter Bewerber erhöhen, was den Prozess der Stellenbesetzung vereinfacht und zu einer Kostenersparnis führt, da z.B. das Schalten zusätzlicher Stellenanzeigen wegfällt.

Bekannte Job-Portale könnten die grossen Verlierer sein

Wie sich die neue Job-Suche hingegen auf etablierte Jobbörsen, wie z.B. jobs.ch, auswirken wird, ist momentan noch nicht ganz klar: Zwar haben die Portale mit Hilfe der Google Indexing API die Möglichkeit, ihre Stellenanzeigen direkt in die Job-Integration zu übermitteln, was die Chance für eine prominente Ausspielung deutlich erhöht. Doch Google könnte mittel- bis langfristig dazu übergehen, die Stellen-Infos direkt von den Karriereseiten der Unternehmen zu beziehen. Die Jobbörsen würden dann «leer» ausgehen und womöglich schon bald ihre Daseinsberechtigung verlieren.

Deshalb haben bereits 23 europäische Job-Suchmaschinen vorsorglich eine Beschwerde bei der EU-Wettbewerbskommission eingereicht. Ob es jedoch zu einer Untersuchung durch die EU-Behörde kommt, ist momentan offen.

Was können Schweizer Unternehmen tun, um zu profitieren?

Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels macht es aus Sicht der Unternehmen Sinn, die Potentiale der neuen Job-Suche auszuschöpfen. Folgende SEO-Punkte können jetzt schon in Angriff genommen werden:

  • Pro Stellenausschreibung sollte es eine separate Seite / URL geben, die auf der unternehmenseigenen Domain liegt.
  • Die Stellenausschreibungen müssen crawl- und indexierbar sein.
  • Jede Stellenausschreibung sollte auch in der XML-Sitemap hinterlegt sein. Um Infos zur Aktualität mitzuliefern, sollte die lastmod-Angabe genutzt werden. Alternativ kann man auch einen RSS- oder Atom-Feed einreichen oder die Google Indexing API verwenden.
  • Sofern die oben beschriebenen Kriterien alle erfüllt sind, muss nun noch das «JobPosting Markup» bei jeder Stellenausschreibung hinterlegt sein. Idealerweise wird dafür eine JSON-LD-Angabe im <head> Bereich des (gerenderten) HTML-Seitenquelltextes eingebunden. Alle wichtigen Informationen liefert folgende Google-Dokumentation.
  • Sobald «Google for Jobs» in der Schweiz verfügbar ist, lässt sich die organische Performance der eigenen Job-Listings in der Google Search Console nachvollziehen: Im Bereich «Leistung» gibt es einen separaten Filter für Job-Suchergebnisse.
  • Wenn ein Stellenangebot oder eine Aus-/Weiterbildungsmöglichkeit nicht mehr verfügbar ist, muss Folgendes gemacht werden: Entweder wird für die Eigenschaft «validThrough» in den strukturierte Daten ein Wert angegeben, der in der Vergangenheit liegt, oder das «JobPosting Markup» wird für diese Seite entfernt, oder aber die Seite mit der Stellenausschreibung wird gelöscht und es wird ein Status Code 404 oder 410 ausgegeben.

Fazit

«Google for Jobs» bietet sowohl für Stellensuchende als auch für Unternehmen viele Chancen. Nutzer dürften sich v.a. über die schnellere Auffindbarkeit von passenden Jobs sowie Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten freuen. Für Unternehmen kann die neue Job-Suche den Rekrutierungsprozess vereinfachen und zu einer Kostenreduktion führen, sofern sie ihren Karriere-Bereich optimieren und das «JobPosting Markup» integrieren. Etablierte Jobbörsen könnten jedoch mittel- bis langfristig das Nachsehen haben, wenn Google die Daten direkt von den Karriereseiten ausliest und die Job-Portale ignoriert.

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