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Drei digitale Top-Trends der OMR 2022

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Fabienne Schneuwly
Fabienne Schneuwly
Marketing Manager Europe
Länge
5 Min. Lesezeit
Datum
7 July 2022
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Nach einer pandemiebedingten Pause von zwei Jahren kehrte die OMR (Online Marketing Rockstars) im Mai 2022 in ihre Heimatstadt Hamburg zurück und zog über 70.000 Besucher:innen an. Mit 10 Bühnen, über 700 Speaker:innen, über 500 Aussteller:innen und 250 Masterclasses war die diesjährige Ausgabe die bisher grösste OMR.

Trotz der Vielfalt im digitalen Bereich schienen einige Dauerthemen die Debatten und Diskussionen zu beherrschen. Hier sind die drei wichtigsten Trends der OMR 2022.

Schöne neue Web3-Welt

Web3 ist das, was Expert:innen die Zukunft des Internets nennen. Inzwischen haben wir wahrscheinlich alle schon von Kryptowährungen, dem Metaverse und NFTs gehört. Sie alle sind Teil einer Blockchain-basierten Version des World Wide Web, die den Nutzer:innen ein besseres Erlebnis und mehr Kontrolle verspricht. Web3 wird als Lösung für die aktuellen Probleme des Internets angepriesen, insbesondere im Hinblick auf seine dezentrale Struktur, die es den Nutzer:innen ermöglicht, Eigentümer:innen ihrer Daten zu bleiben. 

Das Metaverse und NFTs sind besonders für Marken und digitale Marketers interessant. Auf dem weltweit ersten 24-Stunden-Meta-Festival, das von DEPT® organisiert wurde, haben wir einen Einblick in die erstaunlichen neuen Möglichkeiten gegeben, die das Metaverse Marken bietet, um mit Verbraucher:innen in Kontakt zu treten.

Es überrascht nicht, dass sich viele der hundert Vorträge und Masterclasses auf der OMR-Messe auch um das Thema Web3 drehten (z. B. „The Metaverse Starts with Me” von Deloitte). Als der Metaverse-Experte Matthew Ball – der Mann, der Mark Zuckerberg stark beeinflusst haben soll – auf der Konferenzbühne sprach, war der Saal voll. Das Team von DEPT® war ebenfalls zahlreich vertreten und hielt eine Masterclass mit H&M ab, um das von uns entwickelte immersive Web3-Erlebnis vorzustellen.

Das Metaversum und die NFTs sind jedoch nicht frei von Kritik. Unter anderem kamen Fragen zu den Auswirkungen von NFTs auf die Umwelt auf. Falls Sie wissen wollen, ob Ihre Marke diesem Top-Trend folgen und sich im Metaverse und in NFTs engagieren sollte, könnten diese 5 Fragen hilfreich sein.

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Influencer sind (noch immer) wichtig

Influencer Marketing ist kein neues Phänomen. Doch trotz der Befürchtungen, dass es aufgrund von Covid-19 zurückgehen könnte, hat der Trend sowohl 2020 als auch 2021 zugenommen. Es wird erwartet, dass Influencer Marketing im Jahr 2022 einen Wert von 16,4 Milliarden US-Dollar erreichen wird. Logischerweise wachsen auch die mit Influencer Marketing verbundenen Dienstleistungen (und Unternehmen) weiter. Dies hat wahrscheinlich unter anderem mit dem Aufstieg von TikTok zu tun, der neuen Spielwiese der Gen Z. Auf der OMR 2022 hatte die App zum ersten Mal einen eigenen Stand. Die anhaltende Bedeutung der TikTok-Influencer:innen wurde durch die Tatsache unterstrichen, dass Creators wie Luis Bauer, The Elevator Boys und Younes Zarou überall auf den Masterclasses und Bühnen zu hören und zu sehen waren. 

Während Influencer Marketing ein Top-Trend bleibt – der auf den Konferenzbühnen von Personen wie Ann-Katrin Schmitz von Baby Got Business diskutiert wurde, die in ihrer Präsentation „The State of Influencer Marketing in 2022” einen schillernden Blick auf die Branche präsentierte – muss erwähnt werden, dass es nicht frei von Risiken ist.

Social-Media-Betrug, insbesondere “Botting”, gibt Anlass zur Sorge. YouTuber Rezo, der dafür bekannt ist, Influencer:innen und Politiker:innen gleichermassen anzuprangern, hat in seiner Masterclass „Exposed – How influencers fool their advertisers” (Entlarvt – Wie Influencer:innen ihre Werbekund:innen täuschen) legale und illegale Tricks von Influencer:innen aufgezeigt, um Marken zu betrügen und Reichweite vorzutäuschen. Im Durchschnitt sind fast 50 % der Influencer:innen weltweit von Betrug betroffen, weshalb Marken und digitale Marketers die verfügbaren Tools nutzen sollten, um die Authentizität der Influencer:innen sicherzustellen. Andernfalls zahlen Sie möglicherweise echtes Geld für gefälschte Ergebnisse.

Einen Purpose zu haben und diesen zu kommunizieren, ist für Marken nicht länger eine Option, sondern ein Muss.

Purpose, Purpose, Purpose

Zu guter Letzt müssen wir über den Purpose sprechen. Einen Purpose zu haben und diesen zu kommunizieren, ist für Marken nicht länger eine Option, sondern ein Muss. Auch hier spielt die Gen Z eine wichtige Rolle; als Konsument:innen von morgen interessieren sie sich nicht mehr nur für das Produkt oder die Dienstleistung, sondern ebenso sehr für den Purpose und den Impact einer Marke. Daher waren Marken wie JOKOLADE, Planetly („Purpose and Profit go Hand in Hand”) und Viva con Agua sehr daran interessiert, auf der OMR 2022 einen Platz zu ergattern, um über das Warum hinter ihren Produkten zu sprechen. 

Es liegt auf der Hand, dass eine Präsentation oder Masterclass an der OMR allein nicht ausreicht, um sich als Marke mit einem echten Purpose zu qualifizieren. Authentizität ist der Schlüssel, um nicht den Eindruck von „Greenwashing” oder „Wokewashing” zu erwecken, was für Ihre Marke hohe Kosten verursachen kann. Wenn Sie sich für einen Purpose einsetzen, werden Sie wahrscheinlich nicht nur Lob, sondern auch Kritik ernten. Aber wenn Sie jetzt nicht den Purpose über den Gewinn stellen, werden Sie früher oder später Probleme bekommen.

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Take away von der OMR 2022

Die OMR hat, wie viele andere Konferenzen der letzten Zeit, gezeigt, dass Web3 derzeit das heisseste Thema in der digitalen Industrie ist. Überraschender ist die Tatsache, dass Influencer Marketing und Purpose, zwei Konzepte, die es schon eine Weile gibt, nichts von ihrer Anziehungskraft verloren zu haben scheinen und für Marken immer noch relevant sind. Die Zukunft wird zeigen, ob das Web3 auch bestehen bleiben wird.

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