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Von unseren Depsters October 18, 2019

Vom realen Potenzial der virtuellen Gamingwelt

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Gamer als Kundensegment werden oftmals übersehen. Denn die Gamingindustrie als Ganzes wird von den meisten als eine Randerscheinung in der Entertainmentbranche wahrgenommen. Unterdessen belaufen sich ihre Umsatzzahlen auf Millionen und könnten schon bald die der UEFA Champions League hinter sich lassen. Lesen Sie in unserem Beitrag, was Gaming für eine Stellung in der Entertainmentbranche hat und warum Sie jetzt in eSports investieren sollten.

Es sind Zehntausende Menschen im Stadion, die Menge kreischt. Die Luft vibriert vor Aufregung. Wo befinden wir uns? Etwa auf einem Beyoncé-Konzert? Auf einem Fussballspiel? Nein. Es ist ein eSports Event, bei dem berühmte Gamer gegeneinander antreten. Das Ganze wird auf einer riesigen Leinwand übertragen.

Nur wenige wissen, dass Gaming eine der beliebtesten und umsatzstärksten Unterhaltungsindustrien auf der Welt ist. Den aktuellen Prognosen zufolge könnte die eSports Industrie bis 2022 die UEFA Champions League im Hinblick auf den Umsatz (geschätzt sind drei Milliarden US-Dollar) überholen. Netflix sei mehr über Spiele wie Fortnight als über Wettbewerber wie HBO besorgt.

Gamer – ein Profil mit vielen Facetten 

Wer sind all die Spieler und Zuschauer, die eSports zu seinem Massenerfolg machen? Und noch besser gesagt: Wo sind sie? Ganz klar – überall. Wir sollten uns von den alten Stigmen lösen und erkennen, dass Gaming ein Hobby wie jedes andere ist und sich ganz normale Menschen dafür begeistern. In der Regel sind sie zwischen 18 und 34 Jahren, 30 % davon weiblich und 70 % männlich. Sie gehören zu den “Unreachables”, d.h. Konsumenten, bei welchen klassische Medienwerbung wenig Widerhall findet. Gleichzeitig sind sie äusserst aktiv in der digitalen Welt unterwegs und gerne bereit in ihr Hobby zu investieren – sowohl Zeit als auch Geld. Wenn es um die Liveübertragung von Gaming-Inhalten geht, führt kein Weg an Twitch vorbei. Die Streaming Plattform zählt bis zu 15 Millionen Besucher pro Tag. Kostenpflichtige Zusatzoptionen in Spielen generieren Millionenumsätze. Brands, welche eSports Mannschaften unterstützen oder die Zielgruppe ansprechen, können Millionen von Nutzern auf einmal erreichen. Der eSports Markt ist riesig und verzeichnet enorme Wachstumsraten. Gemäss dem Marktforschungsinstitut Newzoo wächst das weltweite Publikum auf über 600 Millionen Zuschauern bis 2022. Alles in allem bietet die Gaming Industrie also ein enormes Potenzial, mit einer neuen Zielgruppe in Kontakt zu treten. Worauf warten wir also?

AAA-Framework als Spielanleitung

Gamer sind eine grosse Zielgruppe mit enormem Potenzial – so viel steht fest. Nun stellt sich die Frage, wie man dieses neue Terrain betreten sollte. Der Ansatz, den wir hier gerne vorstellen würden, trägt den Namen “Triple-A (AAA)” – in Anlehnung an die dreifache A-Klassifikation aus dem Gaming, welche führende Spiele auszeichnet. In unserem Modell steht AAA für: Audience, Attention, Authenticity.

Audience

Der Gamingmarkt ist sehr komplex. Im ersten Schritt ist es nicht nur wichtig, sich Insiderwissen über die verschiedenen Titel, Plattformen und Fan Communities anzueignen, sondern auch zu identifizieren, wer aus der Gamer Community zur Zielgruppe des gegebenen Brands gehört. Die League of Legend Meisterschaft verfolgten letztes Jahr ca. 200 Millionen Zuschauer – mehr als beim Super Bowl. Wenn man sich ihre geographische Verteilung anschaut, fällt jedoch auf, dass der Grossteil aus China kommt, während die restliche Weltbevölkerung von unter 2 Millionen vertreten wird. Gut informiert, sollte man seine Zielgruppe also abgrenzen. So hat der Touring Club Schweiz (TCS) als erster „Non-endemic“ Brand in der Schweiz im letzten Herbst eine eigene Liga für das Game eRocket auf die Beine gestellt. Beim TCS dreht sich alles um Mobilität und genau so auch im Game eRocket, wo virtueller Fussball mit Autos gespielt wird. 

Attention

Nun ist es wichtig, den Bogen zu schlagen von den Interessen Ihrer Zielgruppe zu der Mission Ihres Brands. Gamer gelten als sehr offen dafür, eine Verbindung zu einer Marke aufzubauen und intensiv mit ihr zu interagieren, wenn hierfür entsprechende Anreize geschaffen werden. Statt standardisierte Werbung einzusetzen, sollten die Marketingmassnahmen darauf abzielen, die Infrastruktur der Gamingwelt zu verbessern bzw. etwas zum Gamingerlebnis beizutragen. UPC, ein Telekommunikationsanbieter, nutzte dieses Potenzial indem es eine Nachrichtenplattform für eSports kreierte. eSports.ch ist heute die grösste eSports News Plattform der Schweiz. Mit der Plattform sowie dem eigenproduzierten TV-Format Good Game engagiert sich UPC aktiv in der eSport-Szene und unterstützt die Weiterentwicklung von eSports in der Schweiz.

Kurz gesagt: Standard-Mediakäufe und das simple Platzieren von Ads funktionieren hier nicht. Die Marketingmassnahmen müssen sehr zielgerichtet sein und die Zielgruppe einbinden.

Authenticity

Authentizität ist essenziell – ihr Fehlen fatal. Was für das klassische Marketing gilt, gilt im eSports ganz besonders. Versuchen Sie, die Sprache Ihrer Zielgruppe zu sprechen und eine langfristige Beziehung zu ihr aufzubauen. Pflegen Sie diese Beziehung und bleiben Sie präsent, indem Sie  kontinuierlich Ihr Commitment demonstrieren und das Gamingerlebnis der User bereichern.

Jetzt Vorsprung gewinnen

Lange Zeit nicht ernst genommen, stand die Gamingwelt lange Zeit im Schatten der anderen Arten von Entertainment. Doch die Realität ist vielfältiger als wir glauben, denn das Potenzial der Gamer-Zielgruppe ist real und immens. Seien Sie einer der ersten und ergreifen Sie die Chance, solange es immer noch günstiger ist, ein eSports Team als ein klassisches Sportteam zu sponsern. 

Fragen? Wir sind hier, um zu helfen!

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