Jotun

Eine komplexe, mehrsprachige und standortübergreifende Migration zu Optimizely

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Jotun ist ein weltweit tätiger Farbenhersteller mit Hauptsitz in Norwegen und Standorten in mehr als 100 Ländern, der sich auf dekorative Beschichtungen, Schiffslacke, Schutzlacke und Pulverlacke spezialisiert hat. Das Unternehmen mit einem Umsatz von 2,4 Milliarden Euro betreibt 38 Produktionsstätten und 67 Unternehmen in der ganzen Welt. Das Team von Jotun wandte sich an DEPT®, um sich bei der CMS-Auswahl beraten zu lassen und alle 91 Varianten seiner B2B- und B2C-Websites, einschliesslich mehr als 60’000 Seiten, auf eine neue Optimizely-Lösung zu migrieren. 

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Die Herausforderung

Als globaler Hersteller von Farbprodukten für den industriellen und privaten Bereich hat Jotun verschiedene B2B- und B2C-Websites mit völlig unterschiedlichen Zielen und Anforderungen. Der Hauptzweck der Verbraucher-Website ist es, Inspiration zu bieten und die Nachfrage in den Geschäften zu stimulieren. Dies geschieht durch schöne Bilder, Interaktivität und Designideen, unterstützt durch praktische Anleitungen und Produktinformationen.

Die Handels-Website von Jotun dient als Kundenportal, in das sich Händler:innen und Distributor:innen einloggen können, um auf personalisierte Tools, Produkt- und technische Informationen zuzugreifen. So können sie ihr Wissen über Jotun-Produkte erweitern und ihre eigenen Geschäftsabläufe beschleunigen. Produkte, Tools und Inhalte werden individuell und dynamisch für die jeweilige Branche angezeigt, ebenso wie personalisierte Nachrichten und Kontoinformationen. 

Das Ziel des Projekts war es, eine neue Technologielösung zu finden und alle 91 (und mehr) Länder- und Sprachversionen der B2C- und B2B-Websites innerhalb von 12 Monaten zu migrieren.

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Eine zukunftssichere Lösung finden

Mit umfangreichen Anforderungen und definierten Zukunftsplänen musste Jotun auf eine wirklich vielseitige, zukunftssichere Lösung umsteigen. Nach einer gründlichen Analyse der aktuellen sowie zukünftigen Anforderungen des Unternehmens, einem ausführlichen Plattformvergleich und einer Proof-of-Concept-Review identifizierte Jotun Optimizely als die optimale Plattform, um alle Bedürfnisse zu erfüllen. 

Während die bestehenden B2B- und B2C-Plattformen auf dem SDL Tridion CMS aufgebaut waren, bot die DXP (Digital Experience Platform) von Optimizely die Flexibilität und die Möglichkeit für Jotun, seine digitalen Fähigkeiten in Zukunft zu beschleunigen. 

Die DXP bietet nicht nur ein verbessertes CMS-Editor-Erlebnis, sondern verfügt auch über starke Content- und Commerce-Angebote, die das Team nutzen konnte, um die Grundlagen für zukünftige Verbesserungen der Jotun-Website zu schaffen. Die Plattform kann ausserdem problemlos mit mehreren Websites und Sprachen umgehen und bietet eine Reihe von Hosting-Optionen, einschliesslich einer vollständig verwalteten Cloud mit Microsoft Azure, um den Aufwand für die internen IT-Teams zu minimieren.

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Ein detaillierter Einblick

Da DEPT® seit 2016 mit Jotun zusammenarbeitet, um die bestehenden Plattformen aufzubauen, kennt das Team die Komplexität des Unternehmens sowie dessen Ziele. DEPT® ist ausserdem Experte für die Entwicklung von Content-Management-Lösungen. Dadurch war das Team nicht nur in der Lage, Jotun bei der Wahl des optimalen CMS zu beraten, sondern auch die komplexe Migration zu managen. 

Obwohl DEPT® bereits mit den digitalen Abläufen von Jotun vertraut war, war die Findungsphase von entscheidender Bedeutung, um die aktuelle Situation und die nicht-funktionalen Anforderungen vollständig zu verstehen und die technische Struktur und die für den zukünftigen Zustand erforderlichen Integrationen zu bestimmen. 

In einer Reihe von Workshops führten wir ein Seiten- und Komponenten-Audit durch, um alle Vorlagen, Merkmale und Funktionen zu begreifen und zu dokumentieren. Dies half uns zu verstehen, wo und wie oft sie auf den Websites verwendet wurden und bildete die Grundlage für die neue technische Spezifikation. 

Wir überprüften die Suchmaschinenoptimierung, um eine spezifische Migrationsstrategie zu entwickeln, die sicherstellt, dass kein Kapital verloren geht. Zudem analysierten wir die Anforderungen der neuen Websites und stellten sicher, dass alle Tagging-Spezifikationen vor dem Starttermin integriert wurden. Wir führten auch Sitzungen mit den Endverbraucher:innen durch, damit wir das, was ihnen an der bestehenden Einrichtung gefiel, wiederherstellen und Elemente, die sie als frustrierend empfanden, beheben konnten.

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Aufbau einer flexiblen technischen Lösung

Nachdem die vorhandene Umgebung und die künftigen Anforderungen im Rahmen der Bestandsaufnahme vollständig überprüft worden waren, konnten die technischen Expert:innen von DEPT® die optimale Lösung entwickeln, die alle Sicherheits- und nicht-funktionalen Anforderungen erfüllte. Als Grundlage für den Aufbau erstellten sie eine Spezifikation, in der alle erforderlichen Elemente, die jeweilige Vorgehensweise und der technische Gesamtansatz detailliert beschrieben wurden. 

Das Projekt wurde dadurch vereinfacht, dass wir zunächst sowohl die B2B- als auch die B2C-Lösung in einer “Headless”-Struktur entwickelt hatten, die React.JS für das Frontend und SDL Tridion für das Backend verwendet. Die Trennung von Front- und Backend bedeutete, dass wir die CMS-Migration mit wenig Aufwand für die React-Applikation durchführen und Optimizely über einen abstrahierten API-Layer einbinden konnten.

Optimierung der Funktionalität

01 Den Zugriff und die Personalisierung ermöglichen

02 Optimizely Find

03 Die Verbindung von Content und Commerce

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Migration komplexer Inhalte

Durch den detaillierten Ansatz von DEPT® im Rahmen der Findungsphase, bei dem die Content-Spezialist:innen direkten Zugang zum bestehenden CMS hatten, visuelle Überprüfungen durchführten und die Anforderungen mit den Content-Redakteur:innen diskutierten, hatte das Team ein gutes Verständnis für die Content-Anforderungen, um einen effektiven Migrationsplan zu entwickeln. 

Als es um die Hauptaufgabe, die Migration von Content, ging, war eine der grössten Herausforderungen, dass SDL Tridion ein komponentenbasiertes System ist, das es Redakteur:innen ermöglicht, Seiten aus einer Reihe von Komponenten zu erstellen, während Optimizely eine seitenbasierte Lösung ist, bei der Redakteur:innen Inhalte auf vorgefertigten Seitenvorlagen hinzufügen und ändern können.

Die Migration von Inhalten ist bereits die risikoreichste Phase und diejenige, die am ehesten zu Verzögerungen führt, insbesondere beim Seitenvolumen, das Jotun hat. Es kam eine zusätzliche Ebene der Schwierigkeit hinzu, da regionale Standorte oft sehr unterschiedliche Seitenlayouts für den gleichen Seitentyp auf der globalen Website hatten. Dies machte die Automatisierung der Seitenmigration fast unmöglich. 

Bei einer Reihe von Content-Audits identifizierten unsere Spezialist:innen mehr als 35 Seitenvorlagen und über 100 Komponenten, die ohne Standardisierung auf den verschiedenen Marktseiten verwendet worden waren. Um eine effektive Migration der 35 Vorlagen über alle Seiten hinweg zu gewährleisten, implementierten wir zunächst ein Stufensystem, um die Seiten mit dem höchsten und niedrigsten Wert und somit mit dem höchsten und niedrigsten Risiko zu identifizieren, je nach struktureller Komplexität und Prominenz der Seite. 

Auf dieser Grundlage konnten wir neun Seitenformate ermitteln, die bei der überwiegenden Mehrheit der 60’000 Seiten am häufigsten verwendet wurden und automatisierte Skripte ausführen, um sie auf Abweichungen in der Seitenstruktur zu prüfen und diese Seiten mit geringerem Risiko zu migrieren. Die verbleibenden, risikoreicheren Seiten, von denen es etwa 800 gab, wurden manuell von DEPT® und den Inhaltsredakteur:innen von Jotun überprüft und migriert. 

DEPT® wurde schnell in das Marketingteam von Jotun integriert und zu Expert:innen für das Content Management gemacht. Unsere Spezialist:innen führten mehr als 20 Schulungen für die Content-Redakteur:innen von Jotun in regionalen Niederlassungen auf der ganzen Welt durch, um einen reibungslosen Übergang zum neuen CMS zu gewährleisten.

Ergebnisse

DEPT® ist stolz auf die Mitwirkung an der digitalen Weiterentwicklung von Jotun. Nach der erfolgreichen Migration aller 91 Websites und 60’000 Seiten von SDL Tridion zu Optimizely ist die neue digitale Struktur von Jotun sowohl für interne als auch externe Benutzer:innen effizienter und effektiver. Eine stärkere Standardisierung über alle Websites hinweg stärkt die Marke und die Grundlagen für eine Beschleunigung der digitalen Aktivitäten von Jotun in den kommenden Monaten und Jahren sind gelegt.

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Head of New Business

Isabell Voss

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