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Strategie & Organisation November 06, 2020

Trotz Lockdown: So bleibt Unternehmenskultur lebendig

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Das Thema Homeoffice kennen wir schon vom ersten Lockdown im März. Jetzt, wo wir uns bereits im Lockdown 2.0 befinden, fühlt es sich für viele Arbeitnehmer tatsächlich ganz normal an, von zu Hause aus zu arbeiten. Der erneute Einstieg in einen Lockdown erscheint plötzlich vergleichsweise unkompliziert: Die Produktivität bleibt auf hohem Niveau – die Disziplin ebenfalls. Viele Mitarbeiter empfinden ihr Berufs- und Privatleben sogar als besser miteinander vereinbart und sind mit den neuen selbstbestimmten und flexiblen Arbeitsbedingungen zufrieden. Langsam beginnen wir sogar, uns zu fragen, warum wir uns eigentlich jemals täglich persönlich mit unseren Kollegen treffen mussten. Die vergangenen Monate haben doch gezeigt, dass es gar nicht notwendig ist, gemeinsam an einem Tisch zu sitzen, um uns über Ideen, Daten oder Strategien auszutauschen. Trotzdem sollten wir nicht vergessen, dass der persönliche Kontakt auch aus anderen Gründen entscheidend ist – und die sind ebenso wichtig.

Der wahre Wert des persönlichen Gesprächs tritt außerhalb des Meetingraums in Erscheinung. Zum Beispiel in Form von Gemeinschaftsgefühl und Teamgeist, wenn gemeinsam gelacht, Herausforderungen angegangen und Innovationen angestoßen werden. Eine lebendige Teamkultur basiert auf Dingen, die zumeist abseits von Meetings stattfinden. Aus genau diesem Grund veranstalten Unternehmen Outings, Pizza-Freitage und interne Events. Firmen, die unter den gegenwärtigen Umständen mit ihren Mitarbeitern auf innovative Art und Weise in Kontakt bleiben, bewahren bei ihren Mitarbeitern das Gefühl, ein gemeinsames Ziel zu verfolgen. Wer jetzt nichts unternimmt, läuft hingegen Gefahr, dass die Motivation beim Personal mit der Zeit nachlässt

Kontaktpflege in der virtuellen Welt

Engagieren sich die Mitarbeiter für die Firmenkultur, entsteht eine besondere Gemeinschaft von Menschen, die auf ein gemeinsames Ziel hinarbeiten. Es ist wichtig, Menschen dafür zu begeistern, diesen Weg zusammen einzuschlagen und sich auch auf der Gefühlsebene auf die Vision des Unternehmens einzulassen. Dabei geht es nicht um hohe Gehälter, Sozialleistungen oder um das Dankeschön nach einem langen Arbeitstag. Diese gelten neben einer positiven Unternehmenskultur längst als selbstverständlich. Angesichts hoher wirtschaftlicher Unsicherheit erwarten nicht nur Arbeitgeber sondern auch Arbeitnehmer Loyalität und Verständnis.

Unternehmen, die die persönliche und berufliche Entwicklung fördern möchten, ermöglichen es ihren Mitarbeitern, sich im Homeoffice stärker eingebunden und weniger isoliert zu fühlen. Ein sicheres Zeichen für eine positive Dynamik ist es, wenn Mitarbeiter auch außerhalb der Arbeitszeit Kontakt miteinander pflegen. Unterhaltsame Aktionen können zusätzlich dafür sorgen, dass auch Mitarbeiter aus Abteilungen zusammenkommen, die sonst kaum oder keinen Kontakt haben. Dies kann dazu beitragen, die Silos aufzubrechen, die sich schnell entwickeln können, wenn Teams getrennt voneinander arbeiten. 

Aber wie bringt man Menschen am besten miteinander in Kontakt? Ohne den Smalltalk an der Kaffeemaschine oder am Bierkühlschrank fallen viele Begegnungen weg. Newsletter und das Intranet halten zwar alle auf dem Laufenden und  Messenger-Dienste die Mitarbeiter auf Trab, trotzdem stellt sich vielen Unternehmen weiterhin die Frage, wie sich diese Technologien nutzen lassen, um Menschen zusammenzubringen und ein positives Gemeinschaftsgefühl zu fördern.

Der Virtual Weekender von Dept

Dept musste seine jährliche Hauptveranstaltung neu überdenken. In der Regel trifft sich einmal im Jahr das 1.500-köpfiges Team aus 13 Ländern in Amsterdam zu einem  Wochenende voller inspirierender Gespräche, Begegnungen unterschiedlicher Teams und legendärer Partys. Statt die Veranstaltung im Jahr 2020 zu verschieben, entschied sich Dept dazu, den Weekender als digitale Version neu zu erfinden.

Dept verknüpfte bewährte Technologien wie Zoom, Slack und Vimeo mit einer eigens gestalteten interaktiven 3D-Festival-Landkarte, die durch Single Sign-On geschützt wurde. Design und Layout bildeten das Festivalgelände der letzten vier Jahre digital ab und boten auf 15 virtuellen Bühnen mehr als 35 kurzweilige Präsentationen von Mitarbeitern und Branchenhelden, wie zum Beispiel dem weltberühmten Designer Stefan Sagmeister.

Dept war es wichtig, die richtige Balance zwischen Erlebnis, Entertainment und inspirierenden Inhalten zu finden. Die Präsentationsthemen reichten von Diversität und Inklusion über Data Intelligence bis zur Zukunft von Voice Apps und 3D-Programmierung. Entertainment-Angebote, wie virtuelle Meditation, Zauber-Shows, Online-Karaoke und DJ-Sets im Stream, rundeten das Angebot ab. Wer die versteckten ‘Easter Eggs’ auf dem virtuellen Festivalgelände fand, konnte sich auch mit Extras wie den zehn berühmtesten Internet-Katzenfilmen oder dem Wettbewerb um den verrücktesten Zoom-Hintergrund die Zeit vertreiben. Der virtuelle Fotoautomat generierte unterdessen eine Live-Fotowand. Nur beim leiblichen Wohl wurden die Grenzen der virtuellen Realität vorübergehend geöffnet: In allen 13 Ländern konnten die Festivalbesucher am digitalen Food Truck ihr Lieblingsessen nach Wahl nach Hause liefern lassen.

Wir haben gezeigt, dass eine Online-Veranstaltung sicherlich genauso effektiv sein kann wie ein Erlebnis in der echten Welt. Man muss Kontakt und Interaktion herstellen und das Event als 360-Grad-Erlebnis verstehen”, sagt Max Pinas, Creative Director bei Dept.

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Kultur macht keine Pausen

Unternehmen entwickeln stetig neue Arbeitsmodelle, um ihren Mitarbeitern flexible Möglichkeiten anbieten zu können, die die Work-Life-Balance positiv beeinflussen. Zweifellos wird der moderne Arbeitsplatz nicht mehr rein statisch gestaltet sein. Das muss allerdings nicht bedeuten, dass sich der einzelne Mitarbeiter abgeschottet fühlen muss. Arbeitgeber stellt dies allerdings vor die Aufgabe, ihre Strategien zur Einbindung ihrer Mitarbeiter schneller voranzutreiben.

Unternehmenskultur lässt sich niemals ignorieren oder auf Eis legen. Sie entwickelt sich kontinuierlich weiter, unabhängig davon, ob sie von Unternehmensseite geprägt wird oder nicht.  Fühlen sich Mitarbeiter uninspiriert oder von ihren Kollegen abgegrenzt, beginnen sie, sich anderweitig umzusehen. Gut umgesetzt, sind virtuelle Events sicher, attraktiv und zudem eine zukunftssichere Möglichkeit für Unternehmen, mit ihren Mitarbeitern in Kontakt zu sein. Wie auch ihre analogen Vorbilder, können diese virtuellen Veranstaltungen für verschiedene Zwecke wie Team-Building, Produkteinführungen oder Fachseminare vollständig personalisiert und angepasst werden.

Neue Technologien haben unser Leben bereits in vielerlei Hinsicht verbessert. Nutzen wir sie doch auf neue Art und Weise, um mit den Menschen, mit denen wir täglich zu tun haben, denkwürdige Momente zu erleben!

Fragen? Wir sind hier, um zu helfen!

Hoppla!

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