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Strategy & Organisation May 03, 2020

Industry 4.0: Intelligente Produktion

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Die Supermarktkette Sainsbury’s ist das jüngste Beispiel in der Liste der Unternehmen, die mit der Integration eines KI-Lieferketten-Managementsystems in die Digitalisierung investiert haben. Die Plattform wird in wichtigen Bereichen, wie der Nachfrageprognose und dem Sortiments- oder Lagermanagement eingesetzt und kombiniert eigenständiges Lernen mit Algorithmen aus dem Machine Learning. Ziel ist es, Arbeitsaufwände zu reduzieren.

Die Investition lohnt sich gleich doppelt: Denn während Sainsbury’s Betriebskosten und Abfall reduziert, profitieren die Kunden von zuverlässig gefüllten Regalen. Die Fähigkeit, Lücken im System schnell zu bemerken und umgehend reagieren zu können, hat das Potenzial, die Lieferkette des Einzelhändlers zu revolutionieren.

Die Digitalisierung von Betriebsabläufen ist ein logischer Schritt im Zuge der digitalen Transformation von Unternehmen. Die verarbeitende Industrie hat hier bereits große Entwicklungen hinter sich – schließlich ist es noch nicht lange her, dass Papier ein unerlässliches Arbeitsmittel war. Erst kürzlich wurde dies durch die Digitalisierung von Dateien und die Einführung cloudbasierter Dokumente aufgelöst. Die rasche Entwicklung hat die neuen Technologien schnell flächendeckend verfügbar gemacht.

Nehmen wir zum Beispiel Machine Learning. Durch den Einsatz künstlicher Intelligenz können Abläufe automatisiert und Datenmuster mit einer für Menschen unmöglichen Geschwindigkeit analysiert werden. Zudem können Daten über die einfache Clusterung von Schlüsselwörtern hinaus segmentiert und Informationen aus neuen Datenquellen, wie Audio, Bild und Video, gewonnen werden. Auf Ihre Kommunikationskanäle angewendet, könnte dies eine enorme Zeiteinsparung bedeuten. Ein KI-Chat-Bot könnte beispielsweise den Druck auf Ihr Callcenter verringern und gleichzeitig schnelle, relevante Antworten auf Kundenfragen liefern. Das Beste: Die Implementierung ist gar nicht so kostspielig oder kompliziert, wie Sie vielleicht denken. Mit einem “Mein Konto”-Service könnten sich Ihre Kunden zudem selbst zurechtfinden, was Telefon- und E-Mailbestellungen reduzieren würde. So könnten sich zusätzliche Mitarbeiter auf die Akquise neuer Kunden konzentrieren und Ihr Callcenter auf die Lösung von Kundenproblemen.

Die Digitalisierung kann außerdem Arbeitsabläufe verbessern und Engpässe vermeiden. Ein Formular etwa, das komplett aus Pflichtfeldern besteht, kann so erst abgeschickt werden, wenn es vollständig ausgefüllt ist. Umfangreiche PDF-Handbücher, die derart kompliziert abgespeichert wurden, dass sie von niemandem gefunden, geschweige denn aktualisiert werden können, könnten durch eine strukturierte Content-Management-Lösung zugänglich, editierbar und konformitätssicher gemacht werden.

Smart Manufacturing

Wer anderen Produzenten voraus sein möchte, denkt bereits jetzt über die nächsten Schritte nach: über aufstrebende Technologien wie digitale Partnerschaften, smarte Wartung, Sendungsverfolgung oder modulares Design. Die Realisierung von Smart Manufacturing und Smart Factorys – auch bekannt als Industry 4.0 – ist keine ferne Zukunftsmusik mehr.

Industry 4.0 konzentriert sich auf Konnektivität, Kommunikation, Daten und Automatisierung. Big Data, Analytics und 3D-Druck haben der Branche zu großen Fortschritten verholfen. Mittlerweile ist die Technologie so weit, dass sie den Sektor tatsächlich auf die nächste Stufe heben kann.

Ähnlich wie das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) nutzt Smart Manufacturing ein zentrales Netzwerk, das die Maschinen aller Standorte miteinander verbindet. Dies ermöglicht neben Automatisierungen die Befähigung der Maschinen, Prozesse eigenständig zu erlernen, schnell auf Veränderungen zu reagieren und qualitative Probleme zu identifizieren.

In der Praxis bedeutet dies, dass Maschinen mit auf Echtzeitdaten – beispielsweise zu Wartungsanforderungen oder der Produktionsleistung – basierenden Sensoren ausgestattet sind, die permanent Feedback liefern. Durch diese Maschine-zu-Maschine-Kommunikation werden die Abläufe autonom verfeinert und die Daten zwecks Analyse in BI-Tools und Dashboards überführt.

Die Prozesse werden auf diese Weise schlanker, intelligenter und effizienter. Produktivität, Betriebszeit und Leistung werden erhöht und die allgemeinen Kosten gesenkt. Wir agieren heute in einer datengetriebenen Ökonomie, in der Smart Manufacturing keine Ausnahmeerscheinung mehr darstellt. Damit die Systeme funktionieren, stützen Echtzeitdaten die gelernten Entscheidungsprozesse – mit einer Geschwindigkeit, die weit über die Möglichkeiten manueller Prozesse hinausgeht.

Nachzüglern, die sich jetzt erst der Digitalisierung zuwenden, wird die Konkurrenz bald den Rang ablaufen (falls nicht bereits geschehen), denn eines der Hauptprobleme analoger Prozesse ist ihre Skalierbarkeit. Die Digitalisierung erleichtert die gemeinsame Nutzung von Daten, was für globale Unternehmen, die eine “Follow-the-Sun”-Herstellung betreiben, unerlässlich ist. Wenn ein Werk am Ende eines Tages schließt, kann das nächste in einer anderen Zeitzone öffnen und die Arbeit nahtlos ohne Ausfallzeiten fortsetzen.

Kulturelle Barrieren

Die Vorteile liegen also auf der Hand und laut einer Studie von Microsoft setzen beispielsweise bereits über 50 % der britischen Hersteller zumindest teilweise digitale Technologien wie Spracherkennung oder Machine Learning ein. Obwohl diese Zahl zunächst beeindruckend scheint, wird die weitere Implementierung smarter Arbeitsweisen oft behindert – allerdings nicht seitens der Technik.

Richard King, Leiter des Bereichs Manufacturing & Resources bei Microsoft UK, erklärt: „Für Hersteller gibt es innerhalb der KI-Reise im Großen und Ganzen vier Phasen:

  • Förderung von Sichtbarkeit und Einsichten
  • Schaffung von Vorhersagbarkeit
  • Automatisierung und Definition von Normen
  • kognitives und autonomes Arbeiten

Gegenwärtig tendieren Organisationen dazu, in der ersten Phase zu verweilen. Um aber den vollen Nutzen aus der KI ziehen zu können, müssen sie ihren Fortschritt beschleunigen. Und das impliziert nicht nur einen technologischen, sondern auch einen kulturellen Wandel.”

 

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