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Brand & Campaigns April 16, 2020

GIFs als Marketingformat

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GIF, ein Akronym für Graphics Interchange Format, wurde bereits 1987 von Steve Wilhite als eine neue Art der Präsentation von Bewegtbildern eingeführt. Damit sind GIFs nicht nur älter als der Autor dieses Artikels, sondern für die Maßstäbe des Internets ein echter Dinosaurier. Allein die Tatsache, dass wir über 30 Jahre später noch Artikel über die kurzen Bildsequenzen schreiben, gibt eine Ahnung vom Erfolg dieses simplen Formats.

Die jahrzehntelange Relevanz des Formats GIF ist schnell erklärt. GIFs sprechen die Sprache des Internets! Sie sind „relatable“, basieren auf Erfahrungen, mit denen wir aufgewachsen sind, wecken sie die Nostalgie in uns. In Online-Chats transportieren sie Emotionen, die anders kaum zu übermitteln wären. GIFs sind Teil der Internetkultur, über Generation X Y und Z hinweg, und trotz der Veränderungen in Inhalt und Kommunikation im Laufe der Jahre scheint diesem Trend auch kein baldiger Abbruch bevorzustehen. GIFs sind der Inbegriff von „snackbarem Content“, also Inhalte, die schnell und leicht zu konsumieren sind und nicht viel Zeit oder Aufmerksamkeit in Anspruch nehmen – ein schneller Snack eben. Sie scheinen das perfekte Content Format in einer Generation zu sein, der man nachsagt, ihre Aufmerksamkeitsspanne sei kürzer als die eines Goldfischs. (vgl. Quelle: Microsoft)

Aber nicht nur, dass GIFs leicht zu konsumieren sind, sie lassen sich genauso einfach produzieren. Effektiver als statische Bilder, aber günstiger zu bekommen als Videos, sozusagen. Tatsächlich ist das für viele kleinere Marketingbudgets eine effektive Alternative zu aufwendigen Videoproduktionen. Dass GIFs automatisch im Loop, also immer wieder von vorne abspielen, wirkt sich dabei vorteilhaft auf die Wirksamkeit der Botschaft aus.

GIFs sind mobile-friendly

Da GIFs nur wenige Sekunden dauern, ist ihre Dateigröße deutlich geringer und der Prozess des Hochladens im Vergleich zu Videos schneller. Wenn die Internetverbindung mal schwächelt, funktionieren sie besser als Videos. 

Eine ganz neue Dimension ihres Erfolgs haben GIFs durch die sozialen Netzwerke erreicht. Durch die native Integration in nahezu alle großen Social Media Plattformen ist die Nutzung einfacher denn je. Die beiden größten GIF-Plattformen Giphy und Tenor verfügen über Integrationen in die beliebtesten sozialen Medien und Messaging-Anwendungen wie Facebook, Instagram, Twitter, Snapchat, iMessage, WhatsApp, Tinder, Slack und viele andere.

Nach eigenen Angaben hat die Tenor-Anwendung für mobile Tastaturen über 10 Millionen Downloads und über 12 Milliarden GIF-Suchanfragen pro Monat. (Quelle: Tenor)

Giphy ist mit 500 Millionen aktiven Benutzern, was die täglichen Nutzerzahlen angeht, beliebter als Twitter und Pinterest und kann sich mit einer Community rühmen, die täglich mehr als 7 Milliarden GIFs versendet. (Quelle: Giphy)

Die Menschen hassen Werbung, aber sie lieben GIFs

Forbes berichtet, dass 84 % der Millennials traditionelle Marketingmethoden nicht ansprechend finden und ihnen wenig Vertrauen entgegenbringen. (Quelle: Forbes) Marken geben Millionen für traditionelle und digitale Werbung aus, die oftmals eher störend wirkt und die Verbraucher frustriert, anstatt ihr Interesse zu wecken. Sogar individualisierte, sehr zielgerichtete digitale Marketingkampagnen, die auf der Einblendung einer Werbung in einen Newsfeed oder Pre-Roll-Ad basieren, die sich die User ansehen müssen, bevor sie zum eigentlich gewünschten Content gelangen, stören das Nutzererlebnis und verärgern potenzielle Kunden.

Die neue Art von Product Placement

GIFs werden von Verbrauchern im Rahmen von Messaging-Gesprächen mit Menschen, die sie kennen und denen sie vertrauen, gemeinsam genutzt. Dies bietet Marken die Möglichkeit, lustige und authentische Erfahrungen zu kreieren, indem sie den Usern GIFs zur Verfügung stellen, mit denen sie ihr Messaging-Erlebnis in privaten Gesprächen verbessern können. Anstatt ein Produkt zu bewerben oder etwas direkt verkaufen zu wollen, wie dies bei vielen herkömmlichen Anzeigen der Fall ist, können Marken Inhalte schaffen, die die Verbraucher gerne und freiwillig verwenden und teilen. Das Geheimnis einer smarten Produktplatzierung in einem Messaging Umfeld besteht darin, Inhalte nicht so zu schaffen, dass sie passiv konsumiert werden, sondern so, dass sie aktiv genutzt und dabei genossen werden!

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Viele Brands haben GIFs bereits in ihr Content Repertoire aufgenommen und wissen wie sie ihre Zielgruppe damit erreichen. Wer zum Beispiel die Wörter „Coffee“ oder „Sneaker“ in die GIF-Suche in Instagram Stories eingibt, wird unter den Suchergebnissen ganz natürlich auch GIF-Sticker finden, die von Starbucks oder Nike stammen. Starbucks hat auf seinem Giphy Account über 220 GIFs veröffentlicht, die es zusammen auf enorme 1,2 Milliarden Views bringen. Der Account von Disney bringt es sogar auf 3,4 Milliarden.

GIFs können, sofern sie zielgruppen- und kanalgerecht eingesetzt werden, ein äußerst effektives Marketingformat sein. Sie sind kurz genug für unsere sinkenden Aufmerksamkeitsspannen, sie vermitteln Botschaften und Emotionen besser als simpler Text und sie schaffen es uns für einige Sekunden zu fesseln – und die meisten von uns sogar für mindestens zwei oder drei Durchläufe der kurzen Loops. Wenn sie als Inhalte nicht zum bloßen Konsum, sondern als Bestandteil unserer Interaktion gemacht sind, erzielen GIFs nicht selten hunderte Millionen Impressionen und tragen dazu bei, emotionale und authentische Verbindungen zum Verbraucher herzustellen.

Fragen? Wir sind hier, um zu helfen!

Hoppla!

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