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Wir haben das erste 24-Stunden-Festival im Metaverse gehostet – das sind unsere Learnings

Meta Festival POV
Jan Gutkuhn
Jan Gutkuhn
Director Web3 & Partner
Datum
16 August 2022

Jeder spricht über das Metaverse. Aber laut unserer Studie wissen nur 16 % der Menschen, was es ist. 

Deshalb haben wir dieses Jahr den Rahmen vergrößert und so aus einer kleineren in Berlin ausgerichteten hybriden Veranstaltung das weltweit erste virtuelle 24-Stunden-Festival geschaffen: ein Event im und über das Metaverse. Von der Entwicklung über den Content bis hin zur PR – das haben wir dabei gelernt. 

Meta Festival Whole World

Entwicklung eines Metaverse

Das Meta Festival fand in Metapolis statt, einem Metaverse, das wir in Zusammenarbeit mit Journee geschaffen haben. 

Die Kollaboration mit Journee sparte uns bei der Entwicklung des Metaverse viel Zeit und ermöglichte es uns, ein einzigartiges Erlebnis zu schaffen, das voll und ganz auf die Marke Meta Festival abgestimmt werden konnte.

Plattformen wie Roblox oder Decentraland bieten zwar auch die Möglichkeit, einen eigenen virtuellen 3D-Eventraum zu erstellen, allerdings wären wir bei der Nutzung einer dieser Plattformen auch an die jeweilige Marke gebunden gewesen. 

Der Aufbau eines komplett eigenen Metaverse von Grund auf, ohne hierbei auf bestehende Technologie & Tools zurückzugreifen, wäre wiederum ein extrem umfangreiches, komplexes und zeitaufwändiges Projekt gewesen. 

Die Zusammenarbeit mit Journee ermöglichte es unserem Team, das Beste aus beiden Welten zu nutzen, indem wir Zeit und Energie sparen konnten und gleichzeitig die vollständige kreative Kontrolle über das Aussehen, den Look & Feel und die Funktionen von Metapolis hatten.

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Design mit Unreal Engine

Unbegrenzte Möglichkeiten

Die kreative Gestaltung hinter Metapolis wurde dabei von Epic Games’ Unreal Engine 5 ermöglicht, der Tool-Suite zur Erstellung virtueller Welten, die laut Fast Company der wichtigste Schlüssel zum Durchbruch des Metaverse werden könnte. 

Die Unreal Engine bietet nahezu unbegrenzte Möglichkeiten für Metaverse-Events. Unserer Kreativität konnten wir dabei freien Lauf lassen – wir haben uns beispielsweise von Travis Scotts’ legendärem Fortnite-Auftritt inspirieren lassen und ließen unseren eigenen digitalen Riesen “HAPE” über den Laufsteg laufen.

Zu beachtende Grenzen

Die Technologie rund um das Metaverse entwickelt sich immer noch stetig weiter und auch bei der Unreal Engine gibt es wichtige Rahmenbedingungen, die es zu berücksichtigen gilt. 

Die größte Begrenzung, auf die wir im Rahmen des 24-Stunden-Festivals gestoßen sind, war die Kapazität. Unreal Engine-Anwendungen werden über Pixel Streaming auf die Endgeräte der Benutzer:innen gestreamt, was als Cloud-basierter Dienst nur eine bestimmte Anzahl von Benutzer:innen gleichzeitig aufnehmen kann. 

Das Risiko, an die Kapazitätsgrenze zu stoßen, machte es notwendig, eine lokal gehostete Domain zu schaffen, in der die Besucher:innen warten konnten, bevor sie Metapolis betraten. Wir erstellten hierfür eine Vorschaltseite im “Desktop”-Look, die einige Anwendungen, passenden Content und einen Chat enthielt. 

Auf der “Desktop”-Seite wurde außerdem ein YouTube-Livestream der drei regionalen Podiumsdiskussionen verlinkt, um sicherzustellen, dass niemand, der das Metaverse nicht betreten konnte, unsere Live-Inhalte verpassen würde. Derselbe Livestream wurde auch auf Twitter, LinkedIn und Twitch übertragen, um die Inhalte nicht nur für die Teilnehmer:innen, sondern auch für unsere Follower auf den jeweiligen Plattformen zugänglich zu machen.

Somit konnten wir trotz eines kurzfristigen technischen Fehlers, der die Kapazität von Metapolis auf ~1.000 Benutzer:innen begrenzte, und somit nicht jede:r Teilnehmer:in direkt in Metapolis eintreten ließ, eine dennoch unterhaltsame Alternative schaffen und die Wartezeit überbrücken.

Die Balance zwischen Bildung…

Wir versammelten über 100 Speaker:innen von Top-Brands aus verschiedenen Branchen, darunter Volkswagen, H&M, WIRED, Forrester, Algorand, Heineken, Epic Games, Netflix und viele mehr.

Die Vorträge der Speaker:innen wurden zuvor aufgenommen und als Feature in die Metapolis-Landschaft integriert. Die Landschaft war in Abschnitte unterteilt, die sich den folgenden vier Kernthemen widmeten: Diehard Tech, Immersive Experiences, Betterverse und Pop Culture. In jedem Bereich befanden sich Bildschirme, die die Teilnehmer:innen mit ihren Metaverse-Avataren ansteuern konnten, um einen entsprechenden Vortrag zu streamen.

Durch den zuvor aufgezeichneten Content konnten wir unser Organisations-Team über das 24-stündige Festivals hinweg entlasten, während den Teilnehmer:innen gleichzeitig wertvolle Einblicke geboten wurden. Das Feedback nach dem Festival zeigte, dass sich einige der Teilnehmer:innen noch mehr Tiefe und Details sowie eine spektakulärere Präsentation der Talks gewünscht hätten. 

Unsere regionalen Live-Panels ernteten dafür um so mehr Begeisterung.

Jedes der drei Live-Panels fand auf der Metapolis-Hauptbühne statt und startete jeweils  um 14 Uhr Ortszeit in Singapur, Amsterdam und New York. Die Panels wurden live aus einem Studio in Amsterdam übertragen und umfassten 35-minütige Sessions mit drei bis fünf Speaker:innen, die über jedes der vier Kernthemen des Meta Festivals diskutierten.

Durch den individuellen regionalen Content wurde für das 24-Stunden-Festival eine globalere Relevanz geschaffen. Außerdem konnten die Teilnehmer:innen durch die Live-Präsentation direkt Fragen stellen und sich live von der Begeisterung der Moderator:innen im Studio anstecken lassen. 

Insgesamt waren die Live-Panels interaktiv, spannend und erfüllten den hohen Standard, der durch die gesamte Experience des Meta Festivals vorgelegt wurde.

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…und Entertainment

Obwohl unser Fokus auf dem Deep-Dive in das Metaverse und Web3 lag, war es uns gleichermaßen wichtig, das Meta Festival auch unterhaltsam und abwechslungreich zu gestalten. 

Wir erschufen einen inklusiven Live-Playground, der zwar außerhalb von Metapolis, jedoch auf dem Desktop jederzeit abrufbar war. Innerhalb des Playgrounds konnten die Teilnehmer:innen sich eine Verschnaufpause mit der Wim-Hof-Atmung gönnen, sich eine Zaubershow ansehen, an einem Plant Parenting Workshop teilnehmen oder sich in die Welt des Jodelns begeben: Es war für jeden Geschmack etwas dabei.

Ebenso sorgten wir dafür, dass einige dieser interaktiven Elemente ebenfalls in Metapolis integriert wurden und versteckten sogenannte ‘Easter Eggs’ für die Besucher:innen. Nutzer:innen, die in den Boiler Room kamen, konnten ein DJ-Set streamen oder, wenn sie das riesige Ohr – einen Listening Point – fanden, eine ASMR-Experience erleben. Zu den weiteren Überraschungen gehörten ein Hoverboard, mit dem sich die Avatare durch die Welt bewegen konnten, ein Glücksrad sowie eine Kanone, die Hello-Kitty-Seifenblasen abfeuerte.

Der Playground und andere Unterhaltungselemente waren wichtige Faktoren, um die richtige Balance zwischen technischem Content und Entertainment zu schaffen. Dem Feedback der Teilnehmer:innen konnten wir entnehmen, dass der Wunsch nach noch mehr Entertainment während der eigentlichen Metaverse-Experience bestand. 

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Die Promotion eines Metaverse-Events

Ein dreigleisiger Ansatz aus PR, E-Mail und Social Media half uns, das Meta Festival erfolgreich zu bewerben und mehr als 12.500 Anmeldungen aus 109 Ländern zu generieren.

PR

Angesichts des großen Interesses und dem Hype um das Metaverse und Web3 wurde über das Meta Festival in unzähligen Artikeln und Beiträgen von Adweek, Campaign, Horizont, Fashion United und anderen berichtet. 

Was die PR betrifft, so haben wir vor allem festgestellt, dass es hilfreich war, wenn Journalist:innen selbst teilgenommen und die Welt erlebt haben.

E-Mail

Wir launchten eine zehnwöchige E-Mail-Kampagne für das Meta Festival. Unter den verschiedenen Opt-In-Kontakten waren Newsletter-Abonnent:innen, Kund:innen und Leads. Die besten Open- und Click-Through-Rates erzielten die E-Mails, die an Nutzer:innen geschickt wurden, die sich zuvor mit unserem Metaverse- und Web3-bezogenen Content und früheren Veranstaltungen beschäftigt hatten. 

Soziale Netzwerke

Unsere soziale Reichweite erstreckte sich über unsere DEPT®-Konten sowie die Meta Festival-Konten bei LinkedIn, Instagram, Twitter und Facebook. Zudem  haben wir mit TikTok, Youtube und Reddit experimentiert, um mit weiteren Zielgruppen in Verbindung zu treten. 

Mit organischen und bezahlten Beiträgen erzielten wir insgesamt 7,94 Millionen Impressionen, 92.900 Klicks und eine durchschnittliche CTR von 1,17 %.

Von all diesen Plattformen war unser Meta Festival LinkedIn-Konto mit einer CTR von 19,6 % am erfolgreichsten. Ein weiterer Spitzenreiter war unser DEPT® Instagram-Konto, das 36.600 Aufrufe verzeichnete. Facebook erzielte mit einer CTR von 0,2 % das geringste Engagement.

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Ein Blick in die Zukunft

Anfang 2022 schätzte Forrester, dass 76 % der B2C-Marketingverantwortlichen in diesem Jahr in Metaverse-Veranstaltungen investieren würden. 

In Anbetracht der Tatsache, dass nur 16 % der Menschen wissen, was das Metaverse ist, mögen 76% kühn erscheinen. Die Realität ist jedoch, dass das Thema Metaverse nicht nur immer umfangreicher und beliebter wird, sondern auch Veranstaltungen wie das Meta Festival immer mehr Sichtbarkeit und Relevanz gewinnen.

Insgesamt haben sich mehr als 12.500 Menschen für das diesjährige 24-Stunden-Meta Festival angemeldet, wobei beachtliche 50 % teilnahmen und im Metaverse unterwegs waren. Wir konnten somit mehr als 10.000 Leads von 5.000 anwesenden Marken generieren. Dabei waren mehr als 100 Länder vertreten: von Panama bis Mauritius, von Dubai bis Myanmar, von Tansania bis Kasachstan. 

Diese Ergebnisse, die im Jahr 2021 mit einer damals sehr wagemutigen Idee und einem hybriden Event ihren Ursprung hatten, zeigen eine große Entwicklung und das Potenzial – und wir können es kaum abwarten die nächsten Meilensteine zu erreichen. 

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Director Web3 & Partner

Jan Gutkuhn

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Krypto ist nicht tot und Stablecoins sind es auch nicht

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Datum
12 July 2022

Wissen Sie, wer sich nicht um den Preis von Bitcoin kümmert? Die Blockchain. Sie läuft einfach weiter und das wird sie auch in Zukunft tun.

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Ist Krypto tot?

Nö! Es ist im Moment nur etwas ruhiger um das Thema.

Das Interessante an der ganzen Web3-Technologie ist, dass ihr Nutzen nichts mit dem Preis einer Kryptowährung zu tun hat.

Da sich im Web3 alles um den Austausch von Werten dreht, ist es kein Wunder, dass alle sehr vom Geld eingenommen sind. Wir sehen den klassischen Gartner-Hype-Zyklus direkt vor unseren Augen.

Der Technology Trigger waren NFTs und der Erfolg von NBA Top Shot: eine bekannte Marke und bis heute über 1 Mrd. Dollar Umsatz. NFTs waren “neu” und ein wenig verwirrend, was zu zügelloser Überschwänglichkeit und Hypebeasts führte, die ausriefen “Web3 wird alles verändern!”

Es wird nicht alles verändern. Aber es wird uns allen eine Möglichkeit bieten, Wertgegenstände auf direkte Weise (d.h. ohne Zwischenhändler) auszutauschen.

Wenn Sie ein Produkt haben, das auf der Blockchain läuft oder laufen wird, spielt der Preis eines bestimmten Coins in der Regel keine Rolle. Seit dem Aufkommen der Stablecoins gilt dies ganz besonders, trotz des Zusammenbruchs der sogenannten Stablecoin TerraUSD (UST).

Zunächst bildeten Stablecoins die notwendige Brücke zwischen unserem traditionellen, staatlich gestützten Papiergeldsystem und den Kryptomärkten. 

Diese Brücke wurde dank der Möglichkeit, Web3-Technologien problemlos zu nutzen, weiter ausgebaut. Doch wie der Rest des Krypto-Ökosystems sind auch Stablecoins nicht von Kontroversen verschont geblieben. 

Bevor wir uns mit dem Nutzen von Stablecoins befassen, ist es wichtig, zunächst zu verstehen, was Stablecoins sind, wie man künftige Zusammenbrüche vermeiden kann und Münzen wie UST zu kennen.

Was sind Stablecoins?

Wie der Name schon sagt, handelt es sich bei Stablecoins um Kryptowährungen, die an stabile Vermögenswerte in unserem traditionellen Bankensystem, in der Regel den US-Dollar (USD), “gekoppelt” sind. 

Die USD-Münze (USDC) von Circle ist vielleicht das einfachste Beispiel, um dieses Konzept zu verstehen. 

Als Nutzer:in kann ich Dollar von meiner traditionellen Bank auf mein Circle-Konto einzahlen und USDC-Münzen in der gleichen Menge “prägen”. Einfach ausgedrückt: Wenn ich 100 Dollar einzahlen möchte, erhalte ich 100 USDC. Dies würde das Gesamtangebot an USDC um 100 Münzen erhöhen. Wenn ich dann 100 USDC abhebe, würde Circle 100 Münzen “verbrennen”, wodurch sich das Gesamtangebot um 100 Münzen verringert.

Circle hält die USD, die ich auf seine Konten eingezahlt habe, als eine Mischung aus Fiat (Dollar) und traditionellen Schatzwerten, wodurch sichergestellt wird, dass jede USDC-Münze durch eine US-Währung gedeckt ist.

Sind alle Stablecoins gleich?

Die Absicht ist ja, aber die wirkliche Antwort ist nein. 

Es gibt drei Arten von Stablecoins

– Fiat-gedeckte Stablecoins (USDC)
– Überbesicherte algorithmische Stablecoins (DAI) 
– Unterbesicherte algorithmische Stablecoins (UST)

Der jüngste Zusammenbruch von UST hat gezeigt, dass unterbesicherte algorithmische Stablecoins nicht funktionieren und vermieden werden sollten. Für viele Anleger:innen gibt es potenzielle Szenarien, in denen ein überbesicherter algorithmischer Stablecoin sinnvoll sein kann, aber für unsere Kund:innen empfehlen wir dringend die Arbeit mit USDC. 

Er wird routinemäßig geprüft, was jegliche Bedenken hinsichtlich eines möglichen Zusammenbruchs oder Betrugs ausräumt. USDT ist immer noch der größte nach Marktkapitalisierung, aber es gibt genug offene Fragen, dass wir empfehlen, ihn zu meiden und sich auf USDC zu konzentrieren.

Was ist der Nutzen von Stablecoins?

Jetzt, da wir Dollar auf der/den Blockchain(s) haben, gibt es einige interessante Dinge, die wir tun können. 

Die anfängliche Nachfrage nach dieser Art von Münzen bestand darin, dass Trader in der Lage sein wollten, in Kryptowährungen ein- und auszusteigen, ohne ihr Geld in unser traditionelles Bankensystem abziehen zu müssen, ein zugegebenermaßen langsamer Prozess. Wenn ein Trader beispielsweise am Samstagnachmittag aus seiner Position aussteigen wollte, hatte er nun die Möglichkeit, dies zu tun und gleichzeitig sein Geld auf der Blockchain zu behalten. 

Der Nutzen von Stablecoins geht jedoch weit über die bloße Unterstützung von Tradern hinaus. Für Bürger:innen, die in Ländern mit instabilen Währungen leben, boten Stablecoins plötzlich eine zugängliche und stabile Möglichkeit, ihr Geld aufzubewahren, ohne sich um die Volatilität sorgen zu müssen. So ist beispielsweise der Stablecoin DAI in Argentinien, einem Land, das für seine Hyperinflation berüchtigt ist, äußerst beliebt, da er den Argentinier:innen eine hervorragende Möglichkeit bietet, ihre Ersparnisse zu sichern.

Der USDC-Stablecoin von Circle ist eine gute Möglichkeit, die Lücke zwischen Web 2.0 und Web 3.0 zu schließen. Außerdem gibt es Open-Source-Plattformen, die es Marken ermöglichen, NFTs ganz ähnlich zu behandeln wie jedes andere Produkt, das sie online verkaufen würden. Insbesondere können Marken ihre NFTs in USD bepreisen, Kreditkarten akzeptieren, und da Zahlungen in USDC umgewandelt werden, eröffnet sich eine ganz neue Welt von Möglichkeiten. 

So können Marken beispielsweise intelligente Verträge implementieren, die sicherstellen, dass eine Lizenzgebühr an den oder die ursprüngliche:n Eigentümer:in eines NFT gezahlt wird, unabhängig davon, wo dieses NFT verkauft wird. Dies ist etwas, das in unserem traditionellen Bankensystem unmöglich zu implementieren wäre, ohne einen teuren und ineffizienten Rechtsweg zu beschreiten, um sicherzustellen, dass die Lizenzgebühren durchgesetzt werden.

Lassen Sie sich nicht entmutigen

Wenn Sie eine interessante Idee für ein Projekt oder Produkt im Kryptobereich haben, lassen Sie sich durch den jüngsten Preisverfall nicht entmutigen. Dies ist nicht der erste Krypto-Winter, und es wird sicher nicht der letzte sein. Die zugrundeliegende(n) Blockchain(s) werden unabhängig von den Preisen weiterlaufen. Und was noch wichtiger ist: Stablecoins, die vollständig abgesichert sind, sind eine hervorragende Möglichkeit, die Vorteile der Blockchain-Technologie ohne das Volatilitätsrisiko zu nutzen.

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Director Web3 & Partner

Jan Gutkuhn

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Sind NFTs schlecht für die Umwelt?

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Datum
23 May 2022

Non-fungible Token (NFTs) werden mit der zunehmenden Verbreitung der Web3-Technologie immer häufiger eingesetzt. Wenn Ihre Marke eine treue Fangemeinde besitzt, sind Sie wahrscheinlich neugierig, wie Sie NFTs nutzen können. Diese Token haben jedoch den Ruf, zu Emissionen beizutragen, die die Umwelt negativ beeinflussen.    

Dieser Ruf hat zu einer gewissen Gegenreaktion der Verbraucher:innen geführt. Beispielsweise sorgte die Einführung von NFTs in der Welt des K-Pops bereits für eine Empörungswelle

Sind NFTs also schlecht für die Umwelt? Gibt es saubere Möglichkeiten, NFTs zu minten und zu verkaufen? 

Wenn sich Ihre Marke für das Klima einsetzt, können Sie den hohen Energieverbrauch nicht einfach ignorieren. Aber bedeutet das, dass Sie auf NFTs verzichten müssen? 

In diesem Beitrag gehen wir der Frage nach, wie sich NFTs auf die Umwelt auswirken und ob es Alternativen gibt.

TL;DR, sind NFTs schlecht für die Umwelt? 

Herkömmliche Methoden zum Minten und Verifizieren von NFTs sind in der Tat energieintensiv. Die meisten der heutigen NFTs laufen auf OpenSea, einer Ethereum-basierten Plattform, die für ihren hohen Energieverbrauch berüchtigt ist. In diesen Fällen schaden NFTs der Umwelt, ja. 

Es gibt jedoch kohlenstoffneutrale Blockchains, auf denen NFT-Marktplätze aufgebaut werden können. Diese funktionieren anders und verbrauchen nur wenig Energie. Wenn Sie einen solchen NFT-Marktplatz nutzen, können NFTs also weitestgehend klimaneutral sein.

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NFT-Begrifflichkeiten  

Bevor wir uns mit den Besonderheiten der NFTs und ihren Auswirkungen befassen, ist es wichtig, einige Begriffe zu verstehen, mit denen wir um uns werfen werden. 

NFT: Ein non-fungible Token. Im Wesentlichen beweist es das Eigentum an einem Vermögenswert auf der Blockchain. 

Proof of Work: Validierungsmethode, die Transaktionen (einschließlich NFT-Transaktionen) bestätigt. Diese Methode erfordert eine umfangreiche Computerverarbeitung, die viel Energie verbraucht. 

Proof of Stake: eine andere Validierungsmethode, die wesentlich weniger Validierer benötigt. Diese Methode verbraucht viel weniger Energie. 

Ethereum: Eine Open-Source-Blockchain. Unternehmen können Ethereum nutzen, um digitale Produkte zu entwickeln. 

OpenSea: Der größte NFT-Marktplatz, der auf Ethereum basiert.

Traditionelle NFT-Plattformen 

Die erste große NFT-Plattform war OpenSea auf die heute etwa 60 % der gekauften/verkauften NFTs entfallen. Da OpenSea die erste große Plattform war, strömten die Nutzer:innen in Scharen zu ihr. Und die Marken auch. 

OpenSea basiert auf der Ethereum-Blockchain-Plattform, und Ethereum verwendet Proof of Work zur Validierung von Transaktionen. 

Eigentlich sind NFTs nicht von Natur aus schlecht für die Umwelt. Vielmehr ist das Proof-of-Work-Verfahren schlecht für die Umwelt (wobei es hier natürlich einige Nuancen gibt). OpenSea und die meisten NFTs wurden zufällig auf dieser Plattform aufgebaut, was die Auswirkungen auf die NFTs kaskadiert. 

Glücklicherweise haben sich Alternativen entwickelt. Nutzer:innen und Marken müssen sich nicht mehr auf OpenSea und andere Proof-of-Work-Plattformen verlassen.

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Umweltfreundliche NFT-Plattformen 

Durch die Verwendung von Proof of Stake anstelle von Proof of Work wird der Energieverbrauch von Blockchain-Transaktionen wie dem Kauf/Verkauf von NFTs um etwa 99 % reduziert. 

Jede Marke, die NFTs auf nachhaltige Weise nutzen möchte, kann dies mit einer Proof-of-Stake-Plattform tun. 

Heute gibt es einige Plattformen, die diese Art der Validierung nutzen. Die wichtigste ist Algorand. 

Für Algorand ist Nachhaltigkeit ein zentraler Bestandteil. Als weltweit erste reine Proof-of-Stake-Blockchain ist das Algorand-Netzwerk darauf ausgelegt, die Umwelt so wenig wie möglich zu belasten. Da es sich um eine reine Proof-of-Stake-Blockchain handelt, benötigt sie nur minimale Rechenleistung oder Strom. Algorand ist ein Vorreiter bei der Minimierung der Umweltauswirkungen der Blockchain-Technologie. 

Marken können mit dem Open-Source-Projekt Algomart schnell ihren eigenen NFT-Marktplatz auf der Algorand-Blockchain aufbauen und starten. Algomart ist eine kohlenstoffnegative White-Label-Lösung, die vollständig an die Bedürfnisse von Marken angepasst werden kann und vom technischen Team hier bei DEPT® entwickelt wurde. 

Es ist auch wichtig, darauf hinzuweisen, dass sich Ethereum Mainnet derzeit in der “Zusammenführung” mit dem Proof-of-Stake-System der Beacon-Chain befindet. Dies wird der Übergang zu Proof of Stake für Ethereum sein, der im Laufe dieses Jahres abgeschlossen sein soll. Laut Ethereum wird damit “die Ära eines nachhaltigeren, umweltfreundlicheren Ethereums beginnen”. Wenn alles nach Plan läuft, sollte dies ein großer Schritt sein, der Marken mehr Vertrauen in das Experimentieren mit NFTs gibt, ohne dass sie ihre Nachhaltigkeitsziele opfern müssen. 

Die Quintessenz ist diese. NFTs sind nicht die emissionsintensive Technologie, als die sie oft dargestellt werden. Es kommt ganz auf die Technologie an, die ihren Transaktionen zugrunde liegt. Durch die Verwendung einer kohlenstoffneutralen Technologie kann jede Marke NFTs minten, verkaufen und weiterverkaufen, ohne gegen ihre Prinzipien zu verstoßen.  

Wenn Sie mehr über NFTs und den Einsatz umweltfreundlicher Technologien erfahren möchten, wenden Sie sich an das Web3-Team von DEPT®.

Erfahren Sie mehr über NFTs auf dem Meta Festival am 28. Juni 2022

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Director Web3 & Partner

Jan Gutkuhn

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DEPT® x H&Mbeyond. OMR Masterclass: Time to enter a new world

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Gesine Meitler
Gesine Meitler
Director Marketing & Business Development
Datum
19 May 2022
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In unserer gemeinsamen Masterclass auf der OMR 22 haben wir Einblicke gegeben, wie H&M’s Open Innovation Lab H&Mbeyond. mit einer immersiven Experience das Web3 exploriert.

Im April hat H&M seinen ersten eigenen virtuellen Brand Showroom gelauncht und gehört damit zu den Pionier-Marken, die das Web3 maßgeblich mitgestalten. Die physischen Showrooms von H&M werden um eine immersive digitale Welt erweitert, in der sich Medien, Influencer:innen und Stylist:innen orts- und zeitunabhängig treffen und über neue Kollektionen informieren können.

Wie erleben wir Kleidung, wenn wir sie nicht berühren, nicht tragen können? Welchen Mehrwert bietet ein digitales Erlebnis? Wie können Brands jetzt schon nachhaltige Web3-Projekte starten und welche Herausforderungen müssen beachtet werden?

Die Expert:innen von H&Mbeyond. und DEPT® haben diese Fragen im Rahmen der Masterclass beantwortet und Einblicke in das Projekt gegeben.

Schauen Sie sich jetzt die Aufzeichnung an!

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Wie man im Web3 überlebt und gedeiht

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Datum
3 May 2022

Nachfolgend finden Sie die wichtigsten Erkenntnisse aus unserer Panel-Diskussion im Rahmen der DEPT®-Veranstaltung “Web3: Eine neue Ära für das Internet”.

Um die gesamte Diskussion zu sehen, scrollen Sie zum Ende dieser Seite oder sehen Sie sich die Aufzeichnung auf YouTube an.

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Die Panelists

Neben unserem Host Tobias Cummins, Director bei DEPT® diskutierten folgende vier Web3-Expert:innen:

  • Paula Marie Kilgarriff, Web3.0 Consultant
  • Mike Charalambous, CEO von Threedium
  • Stefania Barbaglio, Gründerin von Cassiopeia Services
  • Tim Walther, Metaverse & NFT bei Volkswagen Group

Im Folgenden werden viele Web3-Themen erörtert, u. a. wie man sich auf das Web3 vorbereiten kann, wie das Metaversum aussehen wird und wie sich Marken daran beteiligen können.

Wo sollten Marken anfangen? 

Paula Marie Kilgarriff: Im Bereich Mode/Einzelhandel ist der Web3-Raum im Grunde ein virtuelles 3D-Einkaufserlebnis. Daher sage ich den Marken, dass sie 3D-Assets erstellen und ihre Website für 3D vorbereiten müssen.

Wenn ich von virtuellen Geschäften spreche, meine ich nicht VR und Headsets. Verwenden Sie Ihren Webbrowser, um mit einer Website zu interagieren, die 3D-Objekte enthält. Diese 3D-Objekte geben den Kund:innen die Möglichkeit, bestimmte Arten von Produkten online mitzugestalten.

Mike Charalambous: Ich stimme absolut zu. Wir sind eigentlich mehr Web2.5-Advocates. Der Grund dafür ist, dass die meisten Marken und Agenturen ihre Einnahmen an ihre E-Commerce-Shops gebunden haben.

Bevor man in die 3D-Welt eintauchen kann, muss ein stabiles System aufgebaut werden. 3D ist keine Standardfotografie. Diese Objekte haben ihre eigene Lichtumgebung und ihr eigenes Verhalten.

Sobald Marken also die Technik hinter 3D-Objekten verstehen und wissen, wie verschiedene Handelslösungen 3D nutzen, können AR-Produktentdecker:innen innovativ sein und bestimmte Verhaltensweisen der Kund:innen auslösen. So können sie Daten sammeln und sie an Avataren testen.

In welchen Bereichen muss man ready sein für das Web3? 

Tim Walther: Generell müssen Sie sich intensiv mit dem Web3 auseinandersetzen und sich bewusst sein, was in diesem Bereich passiert, weil er sich so sehr von Web2 unterscheidet.

Die Kund:innen für Ihre NFTs werden ganz anders sein als die Kund:innen der Vergangenheit. In der Vergangenheit hatten Sie vielleicht Fans, zu denen Sie sprachen, aber jetzt (wenn Sie ein NFT verkaufen) haben Sie kleine Aktionär:innen.

Um es richtig zu machen, brauchen Sie eine funktionierende Roadmap, müssen Ihre Communities ansprechen und wissen, wie diese mit dem Web3 interagieren. Das Risiko, etwas falsch zu machen, ist groß.

Um zu testen und zu lernen, sollten Sie gute Partner:innen finden, die sich bereits bewährt haben. Lernen Sie von ihnen und machen Sie erst dann einen größeren Schritt nach vorn.

Ist das Web3 für gewisse Marken relevanter als für andere? 

Stefania Barbaglio: Ja, ich denke, dass ist nicht nur für Mode, sondern für den gesamten Luxusmarkt der Fall. Schmuck, Autos, Getränke, usw. Alles, was eine Möglichkeit zur Authentifizierung benötigt, könnte von der Blockchain-Technologie profitieren. Sogar der Sekundärmarkt, so dass Käufer:innen überprüfen können, ob ihre Käufe echt sind. 

Tim Walther: Vor einem Jahr waren NFTs mehr oder weniger digitale Bilder und Kunstwerke, die mit der Blockchain verbunden sind. In den letzten Monaten haben wir außerdem gesehen, was mit einem Smart Contract passieren kann.

Wenn man nun ein NFT mit einem Smart Contract verbindet, dann kann so ein NFT zu einer Community werden. Es kann ein Schlüssel oder eine persönliche Beziehung zu Ihrer Marke werden.

Ich bin mir sicher, dass in den nächsten Monaten oder Jahren Dinge auftauchen werden, die wir uns im Moment noch gar nicht vorstellen können.

Das Metaversum ist das Zeitalter, in dem die Menschen digitale Güter genauso besitzen wie physische Güter.

Mike Charalambous, CEO von Threedium

Was ist der aktuelle Stand des Metaverse?

Paula Marie Kilgarriff: Ich würde nicht von “dem einen Metaverse” sprechen. Wir nutzen die Technologie, um virtuelle 3D-Experience zu schaffen, die zur Customization und Co-Creation ermutigen.

Wenn man sich die Sache einmal genauer ansieht, sind einige Metaversen zentralisiert, andere dezentralisiert, einige haben Token, andere nicht, einige sind VR, andere AR.

Es gibt ein Luxus-Metaversum oder ein Massenmarkt-Metaversum, eines für den Einzelhandel und ein anderes für Lifestyle und Unterhaltung.

Marken finden heraus, wo die Kund:innen ihre Touchpoints und Journeys haben und verstärken sie mit verschiedenen Arten von Technologie. Es geht wirklich darum, andere Erfahrungen zu ergänzen, nicht zu ersetzen.

Der wahre Wert von 3D-Objekten liegt in der Fähigkeit zu verstehen, was die Kund:innen wollen, wann sie es wollen und wie sie es wollen.

Mike Charalambous: Die wichtigste Erkenntnis ist, dass das Metaverse alles sein kann, was Sie wollen.

Hier ist meine Art, es aufzuschlüsseln: Das Metaversum ist das Zeitalter, in dem die Menschen digitale Güter genauso besitzen wie physische Güter.

Es ist keine Schmetterlings-Einhorn-Wolkenwelt, in der man tanzen und fliegen kann.

Es ist das Zeitalter, in dem die Konsument:innen ihr Verhalten ändern und bereit sind, Geld auszugeben, um etwas digital zu besitzen, weil sie wissen, dass der Besitz verschiedene Ebenen von Belohnungen und Zugänglichkeit für sie freischalten kann.

Jede:r hat die Möglichkeit, etwas zu schaffen. Jede:r hat die Möglichkeit, dort zu sein, wo er oder sie sein möchte. Im Grunde genommen wird die Welt des Metaversums als neue Form der Social Media-Kanäle fungieren.
 
Betrachten Sie die Metaverse-Welt also immer als einen Social-Commerce-Kanal, in dem die Menschen auf unterschiedliche Weise mit Marken interagieren werden. Es wird neue KPIs geben, wie z. B. “play to earn”, “wear to earn” oder “sweat to earn”. Die Art und Weise, wie Influencer:innen und Ambassadors Wertschätzung erfahren, wird sich ändern – und zwar nicht aufgrund ihres Aussehens (schöne Gesichter oder schlanke Körper), sondern aufgrund der Beiträge, die sie in diesem Bereich leisten.

Und Metaverse und NFTs müssen nicht unbedingt zusammenpassen. NFTs haben die Form eines CRM für die Marke, eine Form des Nutzens. Sie erschließen oder verbessern Ihre Beziehung. NFTs sind nur das Mittel zum Zweck, eine zusätzliche Möglichkeit, den Kund:innen Belohnungen und ein stärkeres Gefühl der Eigenverantwortung zu bieten.

Jede Marke, die dies nicht versteht, wird von nun an Marktanteile verlieren. 

Es ist wie in den Anfängen der sozialen Medien, mit kleineren Plattformen gegen Facebook. Facebook kam und hat alle überrollt. Es könnte eine Metaverse-Welt entstehen, die sich durchsetzt und ein riesiges Volumen gegenüber allen anderen hat.

Aber es wird auch einige spezialisiertere Mikroversen geben.

Wo ist Vorsicht geboten?

Mike Charalambous: Aus Markensicht gibt es zwei wichtige Aspekte:

1. Finanzielle Fallstricke im Zusammenhang mit Blockchain und Kryptowährungen
2. Die Tatsache, dass die Besteuerung in diesem vollständigen Metaversum-Ökosystem (noch) nicht berücksichtigt wird

Das macht es für Marken schwer, robuste kommerzielle Strategien zu entwickeln. Und das zwingt sie dazu, viel Geld für Steuerberatungen auszugeben. Sie haben Angst, dass ihr öffentliches Image beeinträchtigt werden könnte, wenn jemand etwas im Metaverse tut.

Auf der Verbraucherseite haben die Konsument:innen vor allem Angst davor, dass die Beziehung zu ihrer Marke nicht von Dauer sein könnte. Wie kann ich sicherstellen, dass dieser Token mir im echten Leben einen Nutzen bringt?

Es mangelt ihnen an Vertrauen, dass die Marken bereit sind, diese Beziehungen auf Dauer aufrechtzuerhalten und zu pflegen.

Worauf freuen Sie sich am meisten?

Paula Marie Kilgarriff: Web3 und Web3-Protokolle für die Mode-Lieferkette.

So könnte es sein, dass Zara seinen Stakeholdern eine neue Kollektion vorstellt und diese dann in Echtzeit darüber abstimmen, welche Produkte in dieser Lieferkette hergestellt werden. 

Stefania Barbaglio: Avatare und digitale Identitäten. Es wird neue Wege geben, Einfluss zu nehmen. Die Community kann für Marken mitbestimmen, welche Art von Influencer:innen ausgewählt wird. 

Tim Walther: Für mich ist es die Community. Und damit ist auch wirklich die Web3-Community gemeint. Wie lösen wir das Problem X? Das passiert im Marketing nicht so oft, aber wir sitzen hier alle im selben Boot.

Was mir an der Technologie gefällt, ist, dass sie eine Kreativität im Marketing und in der Kommunikation freisetzt, die wir seit Jahren nicht mehr hatten. Social Media 2.0 war sehr cool, sehr interessant und hat viele Ideen freigesetzt, aber jetzt haben wir etwas, wo wir im Grunde jeden beliebigen Nutzen hinzufügen können.

Und das führt mich zum dritten und letzten Punkt, nämlich dass man näher an die Kund:innen herankommen kann. Man kann Marken und Kund:innen eins zu eins zusammenbringen. Eine echte Beziehung. 

Mike Charalambous: Worauf wir uns sehr konzentrieren, ist das Konzept des Connected Commerce oder des Metahandels. Wie können wir Assets nehmen, sie einmal erstellen, aber dreimal verkaufen – physisch, digital und im Metaversum – mit konsistenten Erfahrungen.

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Director Web3 & Partner

Jan Gutkuhn

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5 Fragen, die sich Marken hinsichtlich NFTs stellen sollten

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Jan Gutkuhn
Jan Gutkuhn
Director Web3 & Partner
Datum
2 May 2022
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Wussten Sie, dass das erste NFT im Jahr 2015 erstellt wurde? 

Es dauerte weniger als fünf Jahre, bis NFTs weltweite Bekanntheit erlangten. Seitdem ist der Markt für NFTs explodiert, wobei die Idee entweder geliebt oder komplett abgelehnt wird. 

Aufgrund der Meinungsverschiedenheiten zu NFTs kann es für Unternehmen schwierig sein, selbstbewusst an der NFT-Welt teilzunehmen. 

Zum Glück haben wir bereits viele NFT-Marktplätze geplant, erstellt und freigegeben, wodurch wir sowohl mit den strategischen als auch den taktischen Überlegungen vertraut sind.

Es gibt fünf wesentliche Fragen, die jede Führungskraft prüfen muss, bevor sie sich an die Erstellung eines NFT-Marktplatzes macht. 

1. Wie ist die Lage auf dem NFT-Markt?
2. Sollte sich meine Marke diese neue Technologie zunutze machen? 
3. Was macht ein gutes NFT-Erlebnis aus? 
4. Sind NFTs schlecht für die Umwelt? 
5. Müssen Nutzer:innen NFTs mit Kryptowährungen kaufen? 

Im Folgenden hilft Ihnen unser Team bei der Beantwortung dieser wichtigen NFT-Fragen.

Wie ist die Lage auf dem NFT-Markt?

OpenSea ist der weltweit größte NFT-Marktplatz mit einem Wert von 13 Miliarden US-Dollar. Im Januar 2022 wurden dort NFTs im Wert von 5 Milliarden US-Dollar gehandelt. 

Es gibt nur ein Problem. Im selben Monat gab OpenSea zu, dass 80 % der auf seiner Plattform kostenlos erstellten NFTs entweder Plagiate von anderen Künstler:innen oder Spam waren.

Dies führt uns zu der bedauerlichen Realität der NFTs: Es gibt eine Menge schädlicher Aktivitäten, vor allem im Zusammenhang mit “Crypto Bros”, die versuchen, die Preise aufzublähen und Schemes zu fördern, die wenig oder gar keinen Wert über einfache computergenerierte digitale Kunst hinaus bieten. Viele davon sind “get rich quick”-Ideen, die oft mit Schneeballsystemen verglichen werden.

Doch inmitten dieses Getöses gibt es auch echte NFT-Projekte, die florieren. Dies gilt insbesondere für digitale Mode und einzigartige Sammlerstücke.

Letzten Endes werden die Projekte erfolgreich sein, die den besten NFT-Nutzen bieten – mit den besten Vorteilen, Erfahrungen und Möglichkeiten, die sich durch den Besitz eines NFT erschließen.

Ein letzter Punkt, den es zu beachten gilt: Die Regierungen versuchen, die NFT-Märkte zu regulieren, d. h. sie beginnen, die NFTs als Waren zu behandeln, die besteuert werden können. Daher ist es wichtig, sich über die Vorschriften rund um Kryptowährungen und NFTs auf dem Laufenden zu halten, um alle Vorteile nutzen zu können.

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Sollte meine Marke diese neue Technologie nutzen?

Ob Ihre Marke von NFTs profitieren kann, hängt von vielen Faktoren ab – Ihrer Branche, Ihrem Publikum, Ihren Ideen und Ihrer Umsetzung. 

Generell kann jede Marke mit geistigem Eigentum oder Sammlerstücken, die ein:e Endverbraucher:in als wertvoll erachten würde, mit NFTs experimentieren. Das Gleiche gilt für Marken, die Exklusivität anbieten. 

Um Ihnen eine Vorstellung davon zu geben, sind hier die Branchen aufgeführt, die bei der Mehrwertgenerierung von NFTs erfolgreich waren.

Geistiges Eigentum und Sammlerstücke

Vor allem NBA TopShot hat seit seiner Einführung über 700 Millionen US-Dollar an NFT-Umsätzen erzielt und bietet den Nutzer:innen die Möglichkeit, “to own the moment”, indem sie bewegte Grafiken von NBA-Topspieler:innen in Spielen verkaufen.

Dapper Labs und Socios haben eine Reihe von NFTs für Sportligen und Mannschaften entwickelt. Dabei können digitale Karten oder Videoclips auf die gleiche Weise gekauft werden, wie Kinder früher Aufkleber oder Baseballkarten gesammelt haben.

Mode

Die Modebranche ist ein wichtiger Motor für NFT-Innovationen, da die Menschen ständig neue digitale Outfits und Looks ausprobieren wollen, wodurch diese Branche immer weiter wachsen wird. Darüber hinaus ermöglichen NFTs auch Eigentumsanteile an hochwertiger Mode – sei es in der realen Welt oder in digitalen Kreationen. Sie ermöglichen es den Verbraucher:innen, Artikel zu kaufen, zu verkaufen und zu tauschen und den Schöpfer:innen, über sogenannte “smart contracts” – also intelligente Verträge – Residual Benefits zu erhalten.

Branchenführer sind Gucci und Nike. 

Gucci war die erste High-End-Modemarke, die sich auf NFTs einließ, als sie einen vierminütigen Film für 25.000 US-Dollar verkaufte. Nike hatte vor kurzem die Übernahme von RTFKT bekannt gegeben, einem Unternehmen für virtuelle Schuhe, welches NFT-Sneaker für das Metaversum herstellt.

Gaming und Mode im Gaming

NFT-Besitz in virtuellen Welten und Videospielen ist ebenfalls ein Wachstumsmarkt, wobei aber ein großer Teil des Wertes von NFTs durch ihren Nutzen entsteht. Denkt man dabei an Skins, Lootboxen und den Zugang zu geheimen Räumen, können diese Besitztümer das Spielerlebnis in vielerlei Hinsicht aufwerten. 

Auch die Mode in der Gaming-Welt bietet eine weitere bemerkenswerte Möglichkeit, wodurch  bereits viele Kooperationen zwischen der Modeindustrie und Spielplattformen – unter anderem mit Fortnite und Roblox – erfolgten.

Events

Arenen, Künstler:innen oder Eventplaner:innen, die Tickets für Veranstaltungen verkaufen, können davon profitieren, indem sie NFTs entwickeln, die das Fan-Erlebnis erweitern. Dabei kann es sich um Sammlerstücke oder Vergünstigungen vor Ort handeln. 

Coachella ist ein gutes Beispiel. Das Festival bietet derzeit NFTs auf seiner Website an, die in die folgenden beiden Kategorien fallen: 1. Ein lebenslanger Coachella-Pass mit exklusiven Vorteilen und 2. Nie zuvor gesehene Fotos von vergangenen Coachellas. 

Ein letzter Vorteil ist die Möglichkeit für Veranstaltungen, den Ticket-Betrug zu bekämpfen. Jede:r, der oder die ein Ticket auf einem Sekundärmarkt kauft, kann über die Blockchain sehen, ob es echt ist. 

Marken mit Megafans

Marken, die Megafans haben und sich Mühe geben, mit ihnen in Kontakt zu treten, sind ebenfalls ein potenzieller Markt. Das können Musiker:innen, Künstler:innen, Prominente, Restaurants und sogar Konsumgüter (z. B. Coca-Cola) sein. Megafans über NFTs besondere Vergünstigungen zu gewähren, kann eine großartige Möglichkeit sein, ihre Treue zu fördern. 

Einige Marken und Branchen eignen sich von Natur aus besser für NFTs als andere, wobei es am besten ist, einen NFT-Workshop durchzuführen, um festzustellen, ob Ihre Marke von NFTs profitieren könnte und ob sie gut angenommen werden.

Was macht eine gute NFT-Experience aus?

Das hängt davon ab, wen Sie fragen!

Wenn Sie nicht gerade Kunst oder digitale Mode verkaufen, geht es darum, wofür das NFT genutzt werden kann. Wie Sie das definieren, hängt von Ihrer Marke ab und davon, wie Sie sie aktivieren wollen.

NFTs können eine Eintrittskarte zu Erfahrungen, Exklusivität und Gemeinschaft sein – sowohl online als auch offline. 

Wenn Sie sinnvolle, langfristige Beziehungen zu Ihrem Publikum aufbauen wollen, ist die Strategie hinter dem Nutzen der NFTs von größter Bedeutung. Diese Strategie beginnt natürlich mit Ihren Nutzer:innen und deren Wünschen. 

Wenn wir über die Erschaffung von wirkungsvollen Erlebnissen nachdenken, betrachten wir immer die Motivationen der Menschen, die diese Erlebnisse haben werden.

Besitzen die Menschen zum Beispiel extrem beliebte NFTs, weil sie die Exklusivität und die damit verbundenen Erlebnisse schätzen (intrinsische Motivation), oder besitzen sie sie, weil sie hoffen, sie eines Tages für viel Geld verkaufen zu können (extrinsische Motivation)?

Unsere Empfehlung ist, sich auf den intrinsischen Wert für die Verbraucher:innen zu konzentrieren. Was hat eine Person von der Erfahrung? Macht es Spaß? Erhält er oder sie einen persönlichen Nutzen daraus?

Gary Vaynerchuk ist an einem neuen Seafood-Restaurant beteiligt, das 1501 NFTs verkauft hat, um 15 Millionen US-Dollar zu sammeln. Auf der Website heißt es: “Mit diesem Token erwerben Sie die Mitgliedschaft in unserem Private Dining Club”. So werdendamit sowohl Exklusivität als auch eine Gemeinschaft von Gästen geschaffen.

Hier ist der Grund, warum sie sich für ein NFT-Erlebnis anstelle einer traditionellen Mitgliedschaft entschieden habe:. 

“Als NFT wird die Mitgliedschaft zu einem Vermögenswert für den oder die Token-Inhaber:in, die später auf dem Sekundärmarkt verkauft, übertragen oder an andere vermietet werden kann.”

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Sind NFTs schlecht für die Umwelt?

Derzeit ist die Computerleistung hoch, die für die Erstellung eines NFT erforderlich ist. Proof-of-Work-Netzwerke wie Ethereum können mehr als 20 kg CO2 verbrauchen, um ein NFT zu minten. Layer-2-Netzwerke wie Polygon haben die Kosten und die Umweltauswirkungen des Mintings reduziert, aber die Probleme bleiben bestehen.

Diese Verschwendung hat bei einigen Verbraucher:innen zu heftigen Reaktionen geführt, nicht zuletzt in der Welt des K-Pop, wo Labels nach der Einführung von NFT-Produkten einen Sturm der Entrüstung erlebten.

Glücklicherweise gibt es inzwischen CO2-neutrale oder negative Plattformen wie Algorand, die es Unternehmen ermöglichen, NFTs ohne die negativen Auswirkungen zu erstellen. 

Wenn Sie an umweltfreundlichen NFTs für Ihre Marke interessiert sind, empfehlen wir die Nutzung von Algomart. Algomart ist eine CO2-negative White-Label-Lösung, die vollständig an die Bedürfnisse von Marken angepasst werden kann und vom technischen Team hier bei DEPT® entwickelt wurde.

Müssen die Nutzer:innen NFTs mit Kryptowährungen kaufen? 

Nein. 

Traditionell müssen Benutzer:innen etwas wie Coinbase verwenden, um US-Dollars in Kryptowährung zu konvertieren, bevor sie NFTs kaufen. Für viele Nutzer:innen ist dies eine große Hürde. 

Heute können Marken diesen Konflikt jedoch durch die Nutzung einer Plattform wie Algomart überwinden. 

Algomart verbindet Web2-Zahlungen mit Web3-NFTs, d.h., Sie können NFTs mit Standardwährungen über Kreditkartentransaktionen verkaufen. 

Unternehmen brauchen auch keine separate Krypto-Wallet. Es gibt Depot-Wallets, die Einlagen aufbewahren und es Ihnen ermöglichen, das Geld ein- und auszuzahlen. Algomart vereinfacht die Interaktion mit der Blockchain und nutzt die Zahlungslösungen von Circle. Sie können nicht nur einen NFT-“Store” erstellen, sondern sich auch um die scheinbar komplizierten Zahlungssysteme kümmern. 

Durch diese Technologie kann jede Marke NFTs erstellen und an ihre Nutzer:innen verkaufen – unabhängig davon, ob sie sich mit Kryptowährungen auskennt oder nicht.

Erste Schritte mit NFTs

Wenn Sie herausfinden möchten, wie NFTs einen Mehrwert für Ihre Marke schaffen können, empfehlen wir Ihnen, mit einem Discovery-Workshop zu beginnen. Dabei können wir Ihnen helfen zu verstehen, ob NFTs das Richtige für Ihre Marke sind, welche Art von Mehrwert Sie bieten können und wie die Logistik für die Erstellung Ihrer ersten NFTs aussieht.

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Director Web3 & Partner

Jan Gutkuhn

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The Metaverse: Das Potenzial für Marken

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Josephine Gerves
Josephine Gerves
Managing Director smart FLUX, DEPT®
Datum
30 November 2021

Auf dem Meta Festival 2021 haben wir uns mit Expert:innen aus den Bereichen digitales Marketing, E-Commerce und Technologie sowie mit Trendscouts, Designer:innen und Psycholog:innen getroffen, um über den aufkommenden Metaverse-Trend und seine Bedeutung für Marketeers, Konsument:innen und die Gesellschaft im Allgemeinen zu diskutieren.



Das ‘new normal’ ist hier um zu bleiben

Dieser Artikel fasst zusammen, warum das Metaversum für Marken wichtig ist, und zeigt, wie Marken es für sich nutzen können. 

Die Pandemie hat die Verlagerung hin zu Tele- und Hybridarbeit beschleunigt, neue Technologien gefördert und neue Möglichkeiten geschaffen, wie wir im digitalen Raum miteinander in Kontakt treten.

Diese neue Normalität wird bleiben und nicht nur die Art und Weise beeinflussen, wie wir arbeiten und leben, sondern auch, wie wir konsumieren. Es hat ein bemerkenswerter Wandel in den Denkweisen der Unternehmen stattgefunden, wobei das Potenzial virtueller Realitäten weit über den Gaming- und Unterhaltungsbereich hinaus genutzt wird. VR wird zunehmend als die nächste technologische Revolution gesehen, um zu kreieren, entdecken, identifizieren, sozialisieren, zusammenzuarbeiten und zu demokratisieren. Dieser Wandel lässt sich damit vergleichen, wie die Mobiltechnologie unsere Kultur revolutioniert hat – von der allerersten Veröffentlichung des iPhones bis heute; das Metaversum ist die nächste Iteration des Internets und wird die Art und Weise revolutionieren, wie Menschen interagieren und ihr Leben leben.

Für die Zukunft wird prognostiziert, dass es gemeinsame virtuelle Welten geben wird (alle zusammen als ein Metaversum), in denen sich eine neue Wirtschaft, ein neues Umfeld, neue Währungen und Verhaltensweisen etablieren werden. Wo Gaming-Mechanismen, massive interaktive Live-Events (MILEs), Blockchain-fähige digitale Güter und virtueller Handel miteinander verschmelzen werden.

Pionier-Unternehmen betreten das Spielfeld

Etablierte Marken wie Gucci, Balenciaga, Disney, BMW und Snap nutzen das Momentum und treten als ‘First Mover’ in das Metaversum ein, um dessen Potenzial durch die Kreation von virtueller Mode, Assets, Inhalten, Communities und Erlebnissen auszuschöpfen. Spannend wird sein, welche Marken sich ihnen anschließen und welche Erfahrungen sie schaffen werden. Eines ist sicher: Die Zeit für den Einstieg ist jetzt!

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Wie gelingt der Eintritt ins Metaversum?


Der erste Schritt besteht darin, das Potenzial des Metaversums im Hinblick darauf zu analysieren, wie es Ihren unternehmerischen Anforderungen und den Bedürfnissen Ihrer Zielgruppe am besten gerecht werden kann. Wie man das Metaversum als Marke erfolgreich betritt, ist sehr stark davon abhängig, welche Problematiken man lösen möchte:

Sie möchten sich wieder mit Ihrer Zielgruppe verbinden

In diesem Fall ist die Kreation hochwertiger und ansprechender virtueller Räume die richtige Wahl, denn sie ermöglicht es Ihnen, mit Ihrer Zielgruppe auf eine Weise in Kontakt zu treten, wie es bisher nicht möglich war. Mögliche Optionen sind die Entwicklung Ihrer eigenen virtuellen Erlebniswelt oder einer Präsenz auf Plattformen wie Decentraland.

Sie möchten die Art und Weise, wie Kolleg:innen lernen und miteinander interagieren, optimieren

Warum schaffen Sie dann nicht eine eigene virtuelle Umgebung, die nur für Ihr Unternehmen und nicht für die Öffentlichkeit zugänglich ist, sondern nur für Ihre Mitarbeiter:innen?

Sie möchten Ihr B2B-Wachstum beschleunigen

In diesem Fall ist die Einrichtung eines virtuellen Showrooms eine hervorragende Lösung, die es Ihnen ermöglicht, Ihre Produkte unabhängig von Zeit und Ort zu präsentieren. So erhalten all Ihre relevanten Märkte und Zielgruppen Zugang zu Ihrem Produkt- oder Dienstleistungsangebot.

Sie möchten Ihr B2C-Wachstum beschleunigen

Dann ist der richtige Weg, ein virtuelles Geschäft einzurichten, das eine Erweiterung des virtuellen Showrooms ist. dort das Sortiment präsentiert, aber mit der zusätzlichen Option für Konsument:innen, die Produkte sofort erwerben zu können. Der neue Begriff, der in diesem Zusammenhang geprägt wird, lautet “Direct-to-Avatar” anstelle von “Direct-to-Consumer”.  Dabei erweisen sich besonders Artikel, die nur begrenzt verfügbar sind, sowie Sammlerstücke, die als NFT gesichert sind, als Wachstumstreiber für den B2C-Bereich.

Möchten Sie mit Ihrer Marke den Schritt ins Metaversum wagen? Oder möchten Sie sich einfach nur mit uns über das Thema austauschen? Sprechen Sie uns an – wir sind begeistert vom Metaversum und freuen uns, Gleichgesinnte zu finden, mit denen wir es gemeinsam gestalten können!

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Managing Director smart FLUX, DEPT®

Josephine Gerves

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Ist Eigentum veraltet?

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Josephine Gerves
Josephine Gerves
Managing Director smart FLUX, DEPT®
Datum
18 November 2021

Beim Meta Festival 2021 kamen über 40 renommierte Speaker:innen und führende Köpfe aus Marketing, Tech und E-Commerce zusammen. Im dritten Panel tauschten Maria Spilka, Oliver Lange, Thomas Chabin und Dr. Tim Wiegels ihre Ideen zu Sharing-Konzepten aus und sprachen über die Wirksamkeit neuer Technologien für eine nachhaltige Modeproduktion. Hier sind die drei wichtigsten Erkenntnisse aus der Diskussion.

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Wie neue Konzepte den Weg für nachhaltigere Mode bereiten

Sharing is Caring

Wer dachte, dass Sharing ein neuer Trend ist, hat sich getäuscht. Waschen in Waschsalons, Ausleihen von Büchern oder das Leben in Wohngemeinschaften werden schon seit Jahren praktiziert. Warum sollten wir Sharing-Konzepte also nicht auf neue Bereiche wie Mode ausweiten? Bewegungen wie Fridays for Future regen Menschen dazu an, ihren Konsum zu hinterfragen und nach Alternativen zu suchen. Secondhand-, Sharing- und Mietmodelle bieten Lösungen, um nachhaltiger zu handeln. Unternehmen und Kampagnen wie Mädchenflohmarkt und H&Mbeyond machen es bereits vor und beweisen, dass diese Konzepte nicht nur mit unserem Gewissen vereinbar, sondern auch wirtschaftlich erfolgreich sind. 

Da immer mehr Menschen einen bestimmten Look für einige Tage, Wochen oder Monate ausprobieren wollen, nimmt das Bedürfnis, eigene Kleidung zu besitzen, ab. An dieser Stelle kommt Sharing ins Spiel. Und das Beste daran ist, dass wir heutzutage nicht mehr durch unsere unmittelbare Umgebung eingeschränkt sind. Die globale Digitalisierung ermöglicht ein perfektes Matching von Angebot und Nachfrage, da wir über unsere geografischen Grenzen hinaus nach Artikeln und Möglichkeiten suchen können. 

Doch obwohl Secondhand oder Sharing eine größere Vielfalt als früher bieten und größtenteils günstiger als ein Neukauf sind, nutzen nur wenige Menschen diese Möglichkeiten in der Modewelt. Das Problem ist, dass es noch nicht genug Optionen gibt. Nachhaltige Kleidung anzubieten ist eine Sache, die Verbraucher:innen zu einer nachhaltigen Kaufentscheidung zu bewegen eine andere. Hier besteht die Hauptaufgabe der Unternehmen darin, das Angebot besser zugänglich zu machen. Je mehr Marken Secondhand-, Miet- und andere Konzepte anbieten, desto populärer und attraktiver wird es für die Konsument:innen.

Die Diskussionsteilnehmer:innen des Meta Festivals waren sich in einem Punkt einig: Um Nachhaltigkeit für alle zugänglich zu machen, darf sie kein Luxus sein, sondern muss demokratisiert werden. 

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Technologie ebnet den Weg

Es muss ein Umdenken in der Modeindustrie stattfinden, damit Ressourcen nachhaltiger gehandelt werden. So kann Mode wieder mehr Freude bereiten, statt ständig gegen unser schlechtes Gewissen anzukämpfen. Zirkuläres Denken ist bei der Planung künftiger Modeproduktionen unerlässlich, da der Lebenszyklus von Kleidung immer kürzer wird. 

Anstatt aussortierte Kleidung wegzuwerfen, sollte sie in den Kreislauf zurückgeführt werden. Oliver Lange, Head of H&Mbeyond, glaubt, dass in den nächsten 10 Jahren mindestens 20% der Kund:innen Kleidung in Form von zirkulären Initiativen nutzen werden, zu denen Secondhand, Sharing und Verleih gehören. Natürlich wird die Produktion neuer Kleidungsstücke nicht völlig überflüssig werden, denn Mode wird aufgrund neuer Trends ständig neu erfunden. Aber um eine nachhaltige Produktion zu gewährleisten, müssen Technologien weiterentwickelt werden. So können Marken durch die Wiederverwendung von Materialien hochwertige Mode herstellen. 

Die Kunst besteht darin, Produkte von Grund auf neu zu konzipieren, und zwar so, dass sie am Ende des Zyklus noch einen Mehrwert für die Besitzer:innen haben. Technologie wird ein absoluter Game Changer sein, aber nicht nur im Bereich der Produktion. Technische Lösungen können uns auch dabei helfen, zu bestimmen, was und wie viel benötigt wird. Es ist fraglich, wie viel überhaupt im Voraus produziert werden muss. Können wir uns der Massenproduktion entziehen, indem wir, wenn auch nur teilweise, auf die Produktion nach Bedarf umstellen? In Zukunft werden wir die Bedürfnisse der Kund:innen genauer einschätzen können und die Produktion an den tatsächlichen Bedarf anpassen.

Die bereits wachsende digitale Präsenz im Metaversum könnte auch unnötige Bestellungen reduzieren. Bereits heute können wir Avatare in unserer exakten Form und Größe erstellen, die es ermöglichen, Kleidung virtuell anzuprobieren. Das Konzept der On-Demand-Mode kann auch für maßgeschneiderte und ausgefallenere Modelinien genutzt werden. Gleichzeitig werden die Unternehmen ihren ökologischen Fußabdruck verringern. Aber wenn wir das Ziel der Dekarbonisierung erreichen wollen, müssen alle Hebel in Bewegung gesetzt werden – von der Produktion über die Materialien bis hin zu Verkauf und Konsum.

In den nächsten Jahren werden wir vermehrt Innovation im Produktionssektor sehen.

Oliver Lange – Head of H&Mbeyond

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Der Mix macht den Unterschied

Bei all dem Gerede über Zukunftspläne dürfen wir nicht vergessen, dass es jetzt an der Zeit ist, zu handeln. Wir sollten nicht nur an das Ideal denken, das in ein paar Jahren kommen wird, denn dieses Ideal kann schon jetzt gelebt werden. Jede:r weiß, wie schwierig es ist, das eigene Verhalten von einem Tag auf den anderen zu ändern. Daher sollten wir in kleinen Schritten denken und uns nicht zu Beginn überfordern, denn auch mit kleinen Schritten können wir das Ziel erreichen. 

Ein Konsum-Mix aus verschiedenen Quellen ist schon heute möglich, womit sich jede:r von uns langsam herantasten und das Gleichgewicht zwischen Neu- und Gebrauchtkauf, Sharing und Mieten bestimmen kann. Die beiden letztgenannten Möglichkeiten sind in der Modewelt besonders neu und werden große Veränderungen mit sich bringen. Aber könnte dieser Wandel auch bedeuten, dass Besitz überholt ist? Ist es möglich, dass wir in einer Welt leben werden, in der wir kaum noch etwas besitzen?

Bei der Vorstellung daran kommen folgende Fragen auf: Wie können wir uns noch ausdrücken? Sind Besitz und Eigentum dafür nicht notwendig? Unser Expertengremium ist der Meinung, dass Sharing viel mehr Möglichkeiten bietet als Besitz. Je nach unserer aktuellen Stimmung, unseren Gefühlen und Wünschen können wir uns einfach anders kleiden und neue Stile ausprobieren, ohne viel Geld zu investieren. 

Auch wenn es wünschenswert ist, dass Modemarken zunehmend Sharing- und Mietkonzepte übernehmen, kann man nicht sagen, dass Besitz in Zukunft völlig irrelevant sein wird. Der Wunsch, bestimmte Gegenstände als Statussymbol, Erbstück oder einfach nur zum Spaß zu besitzen, wird nach wie vor vorhanden sein und hängt von den Bedürfnissen der Verbraucher:innen ab. Das Schlagwort, auf das sich Unternehmen konzentrieren müssen, ist Nutzerorientierung. Marken müssen sich darauf konzentrieren, die Bedürfnisse ihrer Kund:innen bestmöglich zu erfüllen. Und da die Bedürfnisse sehr individuell sind, wird es wahrscheinlich immer ein Mix sein. 

Es gibt zweifellos viele Möglichkeiten, in der Mode nachhaltiger zu handeln und gleichzeitig zahlreiche neue Stile zu entdecken. Wir sind auf jeden Fall gespannt, was die Modeindustrie in Sachen Innovation noch zu bieten hat. 

Und nebenbei bemerkt: Wie cool ist es, dass wir Kleidung mit ALLEN teilen können? Haben Sie schon einmal daran gedacht, dass dieses Stück vor ein paar Wochen von Ihrem Lieblingsidol getragen worden sein könnte? Wahnsinn!

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Josephine Gerves

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NFTs – here to stay?

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Fabienne Schneuwly
Fabienne Schneuwly
Marketing Manager Europe
Datum
9 May 2021

Als Anfang März dieses Jahres jemand den ersten Tweet der Welt – gepostet durch Twitter-Gründer Jack Dorsey – für 2,9 Millionen US-Dollar kaufte, ging die Schlagzeile um die Welt. Einen Tweet kann man kaufen? In der Tat. Non-fungible Tokens – kurz NFTs – machen es möglich. Aber was ist das eigentlich und warum bezahlen Menschen Millionen dafür?

Was sind NFTs?

Ein Non-fungible Token (NFT) ist eine Dateneinheit in einer Blockchain (hauptsächlich Ethereum), die eine digitale Datei, also zum Beispiel ein Meme, einen Song oder eben einen Tweet repräsentiert. Die digitale Datei selbst kann ohne Probleme geteilt und kopiert werden, so wie das Millionen User im Internet jeden Tag tun. Der NFT allerdings, dieser kryptografische Token, kann auf der Blockchain verfolgt und verwaltet werden. Im Gegensatz zu fungible Tokens, also austauschbaren Dateneinheiten (z.B. Bitcoins), ist ein NFT einmalig und kann nicht repliziert oder zerstört werden. Er ist also quasi eine digitale Besitzurkunde oder ein Eigentumsnachweis und das macht ihn so interessant für alle Arten digitaler „Objekte”. Zum ersten Mal gibt es die Möglichkeit, sie zu handeln, zu sammeln und zu tauschen – revolutionär war hier sicherlich das Spiel CryptoKitties, in dem sich virtuelle Kätzchen – jedes ein Unikat –  adoptieren und züchten lassen.

Warum sind NFTs so erfolgreich?

Auch wenn für einzelne CryptoKitties schon mehr als 300.000 US-Dollar ausgegeben wurden, sehen Expert:innen die Zukunft der NFTs hauptsächlich im Bereich der Kunst. Blockchain als Grundlage des (digitalen) Kunsthandels und -marktes? Das macht aus mehreren Gründen Sinn.

Authentizität

Der Wert eines Kunstwerkes ist abhängig von einer Reihe Faktoren wie der Authentizität, dem Alter und der Anzahl der Besitzer:in. Gerade bei digitaler Kunst haben Künstler:innen oft das Problem, die Echtheit ihrer Werke zu beweisen. Derzeit können Künstler:innen ihre Kunstwerke auf einem Blog, in den sozialen Medien oder auf einer Website hochladen. Das beweist jedoch nicht die Eigentümerschaft. Durch den Einsatz von NFTs können Künstler:innen ihre Kunst uploaden und die Authentizitätsdetails direkt zur manipulationssicheren Blockchain hinzufügen. Da alles aufgezeichnet wird, kann die Kunst bis den jeweiligen Künstler:innen, von denen sie geschaffen wurde, und dem ersten Datum ihrer Veröffentlichung zurückverfolgt werden. Das ist auch für Kunsthändler:innen von Vorteil, denn der Nachweis der Authentizität war bis dato ohne Kunstexpert:innen extrem schwierig – und mit extrem teuer.

Demokratisierung

Neben der Problematik der Authentizität lösen Plattformen wie KnownOrigin, die es ermöglichen, digitale Kunstwerke und Sammlerstücke zu präsentieren und als NFTs zu handeln, auch das Problem der hohen Einstiegshürden für Normalsterbliche. Auf gewisse Art und Weise demokratisieren sie den Kunsthandel – jedenfalls den digitaler Kunst. Um digitale Kunst zu kaufen und verkaufen bedarf es keiner besonderen Beziehungen oder Kontakte. Ein Internet-Zugang reicht. Und auch wer nicht beim Auktionshaus Christie’s 69 Millionen US-Dollar für ein Werk von Krypto-Künstler Beeple ausgeben kann oder will findet im Internet reichlich digitale Kunst für ein kleineres Budget.

Zeitgeist

Schließlich passen NFTs auch perfekt in den Zeitgeist. Obwohl die ersten NFTs bereits 2015 existierten, ist der Hype, der in den letzten Monaten darum entstand, kein Zufall. In einer Welt, die in nur einem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie einen riesigen Schritt in der Digitalisierung gemacht hat und in der sich die Lebensrealität der meisten Menschen mehr denn je online und virtuell abspielt, sind NFTs eine fast logische Konsequenz.

Wie geht es weiter?

Nicht nur Corona und die Digitalisierung, auch Bedenken um Klimawandel und Umweltschutz gehören zum Zeitgeist. Und hier sieht es im Bezug auf NFTs nicht rosig aus. Da NFTs die gleiche Blockchain-Technologie wie die energiehungrigen Crypto-Currencies verwenden, verbrauchen sie auch eine Menge Strom. Die Treibhausgasemissionen sind hoch, die Rede ist teils von einem „ökologischen Albtraum”. Einzelne Künstler:innen haben sich deshalb dazu entschieden, ihre Kunst nicht als NFTs anzubieten. Ethereum handelt nun und hat angekündigt, den Energieverbrauch um 99 % zu reduzieren.

In der Zwischenzeit hält der Hype um NFTs an. Und er wird auch für Brands interessant. So hat Nike eine Methode patentiert, mit der die Echtheit von Sneakers mit Hilfe eines NFT-Systems geprüft werden kann. Der Name der Turnschuhe? CryptoKicks. Auch im Entertainment und Fashion Bereich – dem Holy Grail für NFTs – zeigen Brands grosses Interesse. Während Künstler-Kollaborationen und Sammlerstücke für Marken nichts Neues sind, eröffnen NFTs eine komplett neue Möglichkeit der Co-Kreation. Man darf gespannt sein, was in Zukunft noch alles als NFTs angeboten werden wird.

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Marketing Manager Europe

Fabienne Schneuwly

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