Skip and go to main content

Von unseren Depsters April 27, 2020

Privatprojekte mit Impact - zwei Porträts

Image

Der Covid-19 Ausnahmezustand stellte unseren Alltag auf den Kopf und uns vor neue Herausforderungen. Sei es, mehr Me-Time oder Der-Schreibtisch-Gehört-Mir-Time einzufordern oder neue Wege zu finden seinen Beitrag für die Gesellschaft zu leisten. Manchmal kann ein Perspektivenwechsel jedoch sehr fruchtbar sein.

Im Rahmen persönlicher Projekte ergriffen einige unserer Depsters Initiative und entwickelten in ihrer Freizeit spannende Tools, welche helfen, durch die neue Situation zu navigieren.

Kilian Sonnentrücker aus Bern rief das gemeinnützige Spiel “Refill the Shelf” ins Lebens. Um finanziell bedürftige Menschen zu unterstützen und ein Statement gegen Hamsterkäufe zu setzen, kann man auf “Refill the Shelf” auf spielerische Weise innerhalb von 5 Minuten eine Spende an Caritas Schweiz machen. Neben der SMS-Spende ist es auch möglich, mit Twint oder Paypal zu bezahlen. Alle drei Zahlungsmethoden sind sehr schnell und zwingen die Nutzer nicht dazu, irgendwelche Kontakt- oder Kreditkartenangaben zu hinterlassen.

Haben Sie es leid, Ihre Territoriumsansprüche in der engen Stadtwohnung geltend zu machen? Oder wollen Sie Ihr Territorium präventiv vor Eindringlingen schützen, weil schon bald der nächste Video-Call ansteht? Dann brauchen Sie die Knocknock App (erhältlich auf iOS und Android) von João Nascimento, Tiago Nascimento und Wesley Donk aus Rotterdam. Hier geben Sie an, ob ihr Zimmer betreten werden darf oder lieber nicht und ersparen sich und anderen nerviges Türklopfen und das noch nervigere “Shhhhh”. Dept hat die Projekte weder initiiert noch finanziert. Umso stolzer sind wir, dass solche tollen Initiativen privat im Dept-Netzwerk entstanden. Daher bleibt uns nur eins zu sagen: Danke! Lernen Sie nun die beiden Entwickler in unseren Mini-Interviews näher kennen:

Interview João Nascimento

Was hat dich so in Rage versetzt, dass du beschlossen hast, diese App zu entwickeln?

Alles geschah recht schnell. Die Idee basiert auf einem realen Problem bei uns zu Hause: Da wir zu Hause kein Bürozimmer haben und meine Freundin und ich ständig in Videokonferenzen stecken, mussten wir unsere Raumbelegung managen. Zunächst benutzten wir das Google Jam Board, um den Belegstatus zu kommunizieren. So sah das ungefähr aus. Dann überlegten wir weiter. Was Google Jam Board nicht kann, ist, Benachrichtigungen zu verschicken, sobald der andere z.B. eine Videokonferenz beginnt. Deshalb kontaktierte ich Tiago, meinen Bruder.  Wir entwickelten die Idee etwas weiter und eine halbe Stunde später teilten wir die ersten Designs. Der nächste Schritt war es, die App zu entwickeln und sie auf App Stores live zu stellen. Die Antwort war Wesley  Erfahren, schnell und neugierig wie er war, passte er ideal ins Projekt.  Zu dritt diskutierten wir dann unsere Ideen, hielten alle Aufgaben auf einem Trello-Board fest und definierten den MVP (minimum viable product). Und plötzlich, nur 2 Wochen später, hatten wir die erste Version der App für sowohl iOS als auch Android fertig für die Veröffentlichung.

Image

Wie ist die Situation zu Hause seit Knocknock?

Wir benutzen sie die ganze Zeit und sie hat unsere Probleme komplett aus der Welt geschaffen. 

Ist das euer erstes Projekt?

Tiago und ich arbeiten gemeinsam an Projekten seit wir klein sind. Mit Wesley hatten wir gemeinsame Projekte bei Dept. Bei einem waren wir sogar alle zu dritt dabei. Ausserhalb von Dept ist es unser erstes Projekt.

Plant ihr, Knocknock weiterzuentwickeln?

Definitiv! Wir planen eine Reihe neuer Features, hier eine Auswahl: 

  1. macOS: Eine Laptopversion wird das Programm noch praktischer machen, denn dann kann der Status mit einem Klick geändert werden.
  2. Benutzerdefinierte Statusmeldungen: Damit können User individuelle Statusmeldungen erstellen
  3. Klopffunktion: Man kann eine Anfrage zum Reinkommen senden. Derjenige, welcher im Zimmer drin ist, kann diese mit “Ja” oder “Nicht jetzt” beantworten.

Interview Kilian Sonnentrücker

Was hat dich inspiriert?

All die Medienberichte über Hamsterkäufe und auch selbst vor leeren Regalen zu stehen, waren sicherlich entscheidende Impulse. Zudem gab es viele Hackathons (z.B. WirVsVirus, VersusVirus etc.) die mich dazu inspirierten, ebenfalls über Lösungen für akute Covid19-Probleme nachzudenken. Die finale Idee kam dann aber spontan beim Joggen. Danach ging alles ganz schnell. Von der ersten Skizze bis zum Go-live in etwa einer Woche.

Gab es Herausforderung bei der Umsetzung?

Davon gab es haufenweise! Etwa ein technisch solides und einfaches Zahlungssystem zu finden, welches Spenden direkt an eine Charity-Organisation weiterleitet. Meine finale Auswahl viel auf Raisnow mit Caritas Schweiz als Empfänger. Im Design musste ich die Balance zwischen interessanter, überraschender Gestaltung und maximaler Usability finden. Insbesondere der Zahlungsprozess wollte ich so erträglich und schnell wie nur möglich gestalten. Hinzu kam der zeitliche Druck. Das öffentliche Interesse für dieses Thema und damit für dieses Projekt ist zeitlich begrenzt. Daher wollte ich möglichst schnell publizieren und bemühte mich um möglichst viel Promotion.

Image
Image

Ist das dein erstes Projekt?

Nein, es ist nicht mein erstes Sideproject. Ich bin auch Gründer von Swissbeatbox, der weltgrössten Beatbox-Community und mein nächstes Projekt, eine Ideen-Community ist bereits in der Pipeline. Es macht mir einfach Spass nebenher Projekte zu realisieren, die herausfordernd sind und bei denen ich mich richtig austoben kann.

Hast du Pläne zur Weiterentwicklung?

Derzeit gibt es Refill the Shelf in drei Sprachen. Eine Übersetzung ins Italienische wäre wohl der nächste Schritt. Auch im Design gibt es noch einige Schnitzer, die ich gerne verbessern möchte und weitere Zahlungsmethoden wären eine Option. Allerdings ist es nur schwer einzuschätzen, ob diese Aufwände wirklich lohnenswert sind. Stattdessen könnte ich mir vorstellen, dieses Projekt als Basis für andere Fundraising-Aktionen weiterzuentwickeln.

 

Dept hat die Projekte weder initiiert noch finanziert. Umso stolzer sind wir, dass solche tollen Initiativen privat im Dept-Netzwerk entstanden. Daher bleibt uns nur eins zu sagen: Danke!

Fragen? Wir sind hier, um zu helfen!

Hoppla!

If you're reading this, you unfortunately can't see the form that's supposed to be here. You probably have an ad blocker installed. Please switch off your adblocker in order to see this form.

Still encountering problems? Open this page in a different browser or get in touch with us: [email protected]