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Digital Marketing Juni 26, 2018

Viel Export-Potenzial für den Schweizer E-Commerce

Dept Agency - Office Dublin

Am 22. Juni 2018 rief die NetComm Suisse zum Thema Internationalisierung im E-Commerce nach Zürich und präsentierte dabei Ergebnisse einer eigenen Studie zum Thema. Während der Boom im Inlandshandel abflacht, locken 30 bis über 50 Prozent Wachstum pro Jahr im grenzüberschreitenden Handel.

Luca Paderni, General Director des NetComm Suisse Observatory, gab einen Überblick über die Studienergebnisse aus der Befragung von ausgewählten Fachleuten der Schweizer E-Commerce-Branche. Er ist überzeugt, dass sich Konsumenten immer mehr mit dem Handel über Landesgrenzen hinweg anfreunden werden, nicht nur in der Schweiz, sondern auch im Rest der Welt. Der Studie zufolge gibt es schon heute gegen 3 Millionen ausländische Kunden, die in Schweizer E-Shops einkaufen. Diese Zahl könnte exponentiell wachsen, wenn die Barrieren in Verwaltung, Logistik und Personal – es gibt zu wenig Spezialisten für internationalen Onlinehandel – angegangen werden.

International im E-Commerce tätige Schweizer Hersteller und Händler

In der sehr passend gewählten Location bei Google in der alten Sihlpost wurden auch Beispiele exportierender Firmen vorgestellt.

Während Effetto Mariposa sein Velozubehör an Fans verkauft, die lieber direkt beim Hersteller bestellen, als einen lokalen Partner zu suchen, ist Kuhn Rikon mit seinen Töpfen und Pfannen in China seit 2004 stationär etabliert. Für den Online-Vertrieb setzte man dann ab 2015 auf eine bekannte Plattform (Tmall, operated by Alibaba) und auf ein junges lokales Team, welches das Online-Marketing für China neu lernen musste. Denn in China gelten andere Regeln für den Online-Vertrieb als in Europa. So sind Testimonials von Anwendern enorm wichtig, ebenso ein Chat für Fragen aller Art.

Etwas unverhofft wurde die Badener Vita-Drogerie zum Exporteur, in Chinesischen Foren wurden offenbar Bestell-Anleitungen für den Shop publiziert, der nur in Deutsch gepflegt wird. Mittlerweile ist ein Link zu Google Translate vorhanden.

Verzollungs-Ärger ade: DDP steht für Delivered Duties Paid

Als unterhaltsamer Abschluss stellte Yari Copt sein Unternehmen Old Captain vor, das im Tessin Hemden und Blusen näht und kein Geld für Marketing hat. Ausser für «Organic Marketing», wie Yari verriet:

  • Word of mouth
  • Instagram quality content
  • Newsletter and gamification
  • Micro Influencers and UGC (User generated content)
  • Killer video ads
  • Networking and PR
  • Collaborations

Bezahlte Anzeigen werden nur für Wettbewerbe, Aktionen und Videos geschaltet. In Zukunft will der Captain für internationale Lieferungen auch DDP anbieten, wohl mit dem Mit-Organisator der NetComm-Suisse-Konferenz Asendia, einer Tochter der Post. Beim DDP-Service übernimmt der Absender alle Kosten für Zollgebühren und Verzollung, was Kunden im Ausland maximale Kostensicherheit garantiert.

Swissness: Qualität, Sicherheit, Zuverlässigkeit

Wer nun ebenfalls vom Swissness-Bonus profitieren und über die Schweizer Grenzen hinaus international mit E-Commerce wachsen möchte, sollte dafür genügend Ressourcen bereitstellen, denn es ist kein Sonntagsspaziergang, wie Ariuscha Davatz, Head of Sales Asia/Pacific von Kuhn Rikon, betonte. Switzerland Global Enterprise – an der Konferenz mit Facts zu China und USA ebenfalls gut vertreten – steht dabei mit Rat und Tat zur Seite. Genauso verfügen wir als Dept über ein hervorragendes internationales Netzwerk.

Eine Pressemitteilung und die Präsentationen gibt es im Rückblick von NetComm Suisse.

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