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Digital Marketing December 21, 2018

Google Mobile First Index & Mobile Ausblick 2017

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Google hat am 04.11.2016 den Mobile First Index angekündigt. «Mobile First» als Ansatz ist nicht neu – was aber ändert sich bei der IndexierungWas ändert sich für Website Betreiber? Und worauf ist 2017 hinsichtlich «Mobile» zu achten?

Mobile First Indexierung: Was ist das?

Mit der neuen Indexierung forciert nun Google den bisherigen Mobile First Ansatz weiter. Worum es darin geht zeigt ein kurzer Rück- und Ausblick.

Bisher: «Mobile First»

Steigende Mobile Nutzung heisst zuallererst «Think Mobile» bei Planung und Umsetzung von Web Content:

  • Bedürfnisse des Mobile Users bedienen
  • Visuelles Design mobilegerecht gestalten
  • Mobile User Experience optimieren

«Mobile First» ist mittlerweile seit Jahren (vgl. Google Mobile World Conference 2010) festes Programm für sämtlichen Web Content.

Neu zusätzlich: «Mobile First Indexing»

Nach einiger Vorlaufzeit für Website-Betreiber wurde jetzt die Umstellung angekündigt. Um was geht es? Gemäss Google Dokumentationen geht es um Mobile Optimierungen, bestehend aus Mobile Friendliness, Page Speed und mobile-spezifische Markups, oder um die Google Dokumentation zu zitieren:

[…] our algorithms will eventually primarily use the mobile version of a site’s content to rank pages from that site, to understand structured data, and to show snippets from those pages in our results.

Google Dokumentation

Das bedeutet, dass Google neu zuerst die Mobile-Brille aufsetzt, wenn es um die Beurteilung der Ranking-Relevanz von Website-Content geht. Dieser Schritt ist die logische Folge der Google Mobile Ausrichtung.

Mobile First Indexing: Was ändert sich für Websites?

Was heisst das nun? Grundsätzlich wird es noch wichtiger werden, den von Google formulierten Mobile Anforderungen gerecht zu werden. Angenommen eine Website ist hinsichtlich Mobile gut aufgestellt. Kann damit alles bei der bestehenden Mobile Lösung bleiben?

Nein. Grundsätzlich besteht bei einem Google gerechten Mobile Setup Handlungsbedarf hinsichtlich:

  • SEO Konfigurationen für Mobilgeräte
  • Content Abdeckung (ist Content nur teilweise mobilegerecht vorhanden?)
  • Schlanker Content, z.B. Weglassen von Fliesstext bei der Mobileversion
  • Structured Data nach schema.org – sollte für Desktop & Mobile gleichermassen vorhanden sein. Hier gemeint: zusätzliche semantische Auszeichnung, z. T. für die prominente Suchtreffer-Anzeige in der Google Suche wie Sternebewertungen, vgl. Rich Snippets und Knowledge Graph in der Google Search Gallery

Ein kurzer Blick auf die Mobile Lösungen für Websites und Mobile First Indexing:

m.website.ch – separate Mobile WebsiteDynamic ServingResponsive Webdesign (RWD)
URL je Pagemehrere (einmal m. einmal www.)eine URLeine URL
HTML Code je Pageje URL (m. oder www.)gerätespezifischIdentischer HTML Code, gerätespezifische Darstellung
Technikserverseitige Weiterleitung basierend auf user agent detectiondynamische Bereitstellung basierend auf user agent detectionCSS Media Queries – Darstellung passend zur Screen Grösse der Device
Beispielm.exlibris.chswisscom.chyourposition.ch
Implikation Mobile First Indexingsicherstellen, dass der komplette Content auch für Mobile verfügbar ist: Pages, Inhalte zu einzelnen Pages wie Fliesstext, strukturierte Daten nach schema.orgsicherstellen, dass der komplette Content auch für Mobile verfügbar ist: Inhalte zu einzelnen Pages wie Fliesstext, strukturierte Daten nach schema.orgda URL & HTML Code identisch für Mobile & Desktop: keine Massnahme zu Content Umfang und Tiefe. Heisst: weiter zu den nächsten SEO Massnahmen

 

Die von Google bisher empfohlene, mobile Lösung Responsive Webdesign (RWD) bleibt auch bei dieser Umstellung im Vorteil.

Exkurs: Darum Responsive Webdesign

Nicht nur für die in den kommenden Monaten anstehenden Umstellungen auf Mobile First Indexing ist Responsive Webdesign vorteilhaft:

  • User: mögen shareable Content – eine geteilte URL sieht mit RWD auf allen Endgeräten ansprechend aus
  • Google: mag weniger Weiterleitungen durch separate Mobile Pages (Ladezeiten, Fehleranfälligkeiten) und vereinfachtes Crawling
  • Content Management: mag die Pflege von Inhalten auf einer Page anstelle Doppelmanagement für Mobile und Desktop
  • SEOs: mögen die Bündelung von SEO Signalen wie Links auf einer einzigen URL

Worst Case und Self Check

Was kann passieren bei Google Updates zum Mobile First Index?

  • Bei Websites, die Content noch nicht mobilegerecht bereitstellen, kann davon ausgegangen werden, dass die Mobile SEO Performance gegenüber der Situation in Google Desktop Ergebnissen bereits suboptimal ist. Wie gehts noch schlimmer? Höchstens durch Blockierung des Googlebot Mobile – des User Agents der zukünftig auch Desktop Content abrufen wird.
  • Unschönes Szenario 2: Es ist eine separate Mobile Website vorhanden aber es sind keine (vollständigen) Verweise von Desktop und Mobile Content implementiert (SEO Konfiguration, HTML Link Elemente “alternate” und “canonical”) – Google versteht nicht welche Page für Mobile und welche für Desktop User gedacht ist und wird worst case die falschen Ergebnisse ausspielen und/oder nicht mobilgerechten Content an mobile friendliness Massstäben messen. Negativ für SEO Performance.
  • Unschönes Szenario 3: Es ist eine separate Mobile Website mit teilweiser Abdeckung der Pages vorhanden. Google findet teilweise nur Desktop Content und hat nur diesen für Mobile User zur Verfügung – dieser muss sich dann gegenüber anderen mobil optimierten Pages Dritter durchsetzen: schwierig.
  • Unschönes Szenario 4: Text Content wird für Desktop User bereitgestellt, für Mobile User nicht («spart Platz»). Google trifft auf der Mobile Page dünnen Content an – die Seite verliert gegenüber Pages Dritter an Relevanz: unschön.

Alle diese beschriebenen Fälle liegen hinsichtlich Erfüllen von SEO Kriterien daneben. Mobile Content muss optimal zugänglich sein und allen Ranking Faktoren gerecht werden. Mehr noch: Der ganze Content muss «Mobile» abgebildet sein.

Responsive Webdesign, Fliesstext und bei anderen Mobile Lösungen genug Pages und eine Zeile SEO Code; reicht das alles in der Mobile First Welt?

Die mobil optimierte Website für 2017

2017 gehört eine komplette Mobile Lösung mit allen erforderlichen SEO Konfigurationen zu den Basisanforderungen an eine (organisch) performende Website. Die Herausforderungen für Website Betreiber sehen 2017 so aus:

  • Content und User Experience – wie bringen wir nützlichen Text in userfreundlicher Form auf Mobile Screens? Wie wird Text suchmaschinenkonform implementiert?
  • Structured Data nach schema.org – alle semantischen Auszeichnungen müssen auch für den Mobile Content vorhanden sein; von der Sternebewertung bis zu allgemeinen Unternehmensinformationen.
  • PageSpeed – das A und O der Mobile Optimierung wird für Website Betreiber, Entwickler und SEOs nicht weniger wichtig.
  • Im Zusammenhang mit Page Speed: werden Accelerated Mobile Pages (AMP) nicht nur für News Publisher ein zu berücksichtigendes Content Format sein.
  • Apps: neben App Store Optimierung und App Indexing kommen die Progressive Web Apps.
  • Rich Cards und Featured Snippets – Neuerungen in der Google Suchergebnis-Anzeige und Voice Search werden die Bereitstellung von Informationen durch Website Betreiber 2017 prägen.

… und bis dahin bleibt mit dem angekündigten Mobile First Indexing abzuwarten wie sich die Searchmetrics Mobile Visibility in den kommenden Monaten entwickelt.

FRAGEN? WIR SIND HIER, UM ZU HELFEN!

Hoppla!

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