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Digital Marketing March 18, 2020

DIESE DIGITAL MARKETING-TRENDS 2020 SOLLTEN SIE KENNEN

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Digital Marketing ist ein zentrales Thema im Tagesgeschäft vieler Unternehmen. Im Geschäftsalltag spielen digitale Anwendungen eine immer wichtiger Rolle oder sind gar unverzichtbar. Da sie sich aber ständig weiterentwickeln kann es schwierig sein, Schritt zu halten. Zusätzlich erschweren wechselnde Vorschriften und neue IT-Entwicklungen die Orientierung in diesem digitalen Ökosystem. Das muss nicht sein. Im Folgenden finden Sie einige Digital Marketing Trends des Jahres 2020. So können Sie neue Entwicklungen gezielt angehen und Ihr Unternehmen für die Zukunft noch stärker machen.

PERSONALISIERUNG & user experience

Personalisierung ist schon lange nicht mehr nur ein Modewort oder gar ein Hype. Sie ist eine Forderung der Verbraucher, die gekommen ist, um zu bleiben. Genauer gesagt liegt der Schwerpunkt auf der grösstmöglichen Autonomie der Kunden und dem ultimativen Nutzererlebnis. Unternehmen können es sich nicht mehr leisten, sich nur auf ihre Herausforderungen zu konzentrieren, sie müssen den Kunden ins Zentrum rücken und seine Bedürfnisse kennen. Das bedeutet, dass sie eine gute User Experience, grösstmögliche Flexibilität und ein modulares Angebot bieten müssen, die es den Kunden erlauben, ihr eigenes Produkt oder ihre eigene Dienstleistung ganz nach ihren persönlichen Wünschen zusammenzustellen.

DIE ULTIMATIVE KUNDENERFAHRUNG

Um das ultimative Kundenerlebnis zu schaffen, stützen sich die Marketingspezialisten immer stärker auf Daten. Durch die Verbindung von verschiedenen Datenquellen ist es möglich, Verhalten zu erkennen und vorauszusagen. Nehmen Sie zum Beispiel das niederländische Familienunternehmen Omoda. Der Schuhhändler wuchs innert kürzester Zeit und wurde mit Hilfe von intelligentem, digitalen Marketing zu einem bedeutenden Player auf dem niederländischen und flämischen Markt. Die Marke sammelte Daten zur Online-Interaktion und zum Kaufverhalten, was eine Segmentierung möglich machte. Dank dieser Informationen war Omoda in der Lage, das Kaufverhalten der Kunden zu antizipieren und die Verbraucher in verschiedene Personas mit ihren spezifischen Bedürfnissen zu unterteilen. Marketingfachleute können diese wertvollen Informationen nutzen und in gezielte Massnahmen übersetzen. Diese können beispielsweise darauf abzielen neue Kunden anzusprechen, loyale Fans glücklich zu machen und einen “Wardrober” (jemand, der zwar viel kauft, aber auch viel retourniert) zum passenden Kauf zu führen.

DIE STÄRKE DER DATEN NUTZEN

Die Fülle an Informationen, welche uns Daten liefern, können wir nutzen, um die gewünschten Personen zur richtigen Zeit mit jenen Inhalten zu anzusprechen, welche diese in diesem Moment auch benötigen. Stellen Sie sich zum Beispiel den Kunden vor, der seinen Online-Warenkorb füllt, aber nie etwas kauft. Wie können Sie diese Information nutzen, um ihn in einen zahlenden Kunden zu verwandeln? Klar, Sie können versuchen, diese Person zu überzeugen, indem Sie sie mit Retargeting auf einen Blogbeitrag über die neuesten Trends lenken. Nur sind das wahrscheinlich nicht die Informationen, die er in diesem Moment braucht. Daher hat ein Blog kaum Erfolg bei der Konversion. Hingegen könnten Sie dem Kunden auf ihn zugeschnittene Inhaltsvorschläge machen, um ihn zum nächsten Schritt zu führen, ohne ausschliesslich auf den Verkauf zu fokussieren.

Ein weiteres Beispiel ist ein Kunde, von dem Sie wissen, dass er vermutlich erst in einigen Wochen einen Kauf tätigen wird. Bei dieser Person unterbrechen Sie Ihre Marketinganstrengungen, bis das Kaufdatum näher rückt. Dann reaktivieren Sie Ihre Kampagne und konzentrieren sich auf Branding und Produktinformationen. Indem Sie sichtbar sind, wenn Ihr Kunde zum Kauf bereit ist, erhöhen Sie die Wahrscheinlichkeit eines Verkaufs.

Und schliesslich ist es besser Kunden, die ohnehin viele Artikel retournieren, von Ihren Marketingkampagnen auszuschliessen. Sie können diesen Verlust bei Ihrer Konversions-Messung mit Google und Facebook verwerten, um deren Algorithmen zu verbessern. Dann bieten Sie auf Ihrer Website serviceorientierte Inhalte an, zum Beispiel eine Grössentabelle, um sicherzustellen, dass die Verbraucher detaillierte Informationen über Ihr Produkt erhalten. Dadurch wird die Anzahl der Rückgaben begrenzt.

Auf diese Weise übersetzen Sie die gesammelten Daten über Ihre Kunden mit unterschiedlichen Inhaltskonzepten effektiv über verschiedene Plattformen. So können Sie Ihre Zielgruppe auf integrierte Weise erreichen und eine Customer Journey erstellen, die jeden Schritt logisch mit dem nächsten verbindet.

DER TOD VON COOKIES

Es gibt im Internet keine Privatsphäre – wir wissen alles. Doch Halt! Ist das wirklich wahr? So sehr Marketingmitarbeiter Daten für die Personalisierung sammeln wollen, es ist nicht immer einfach, dies zu tun. Um Daten zu sammeln, benötigen wir Cookies, nur, um ehrlich zu sein, sind diese tot. Die Kombination von Adblockern, DSGVO und Intelligence Tracking Prevention (ITP) dürfte sich auf zwanzig bis vierzig Prozent der Cookies der Benutzer auswirken. Das macht das Sammeln von Daten erheblich schwieriger.

WENIGER zu verfolgende DATEN

Stellen Sie sich eine Gruppe von Internetnutzern vor. Ungefähr 40% von ihnen verwenden einen Adblocker, der die Datenverfolgung fast unmöglich macht. Diese Personen können Sie also praktisch vergessen. Hinzu kommen die immer strengeren DSGVO-Bestimmungen, die es schwieriger machen, Daten über die restlichen 60% der Gruppe zu sammeln. Einige Leute verwenden auch einen erstklassigen ITP, der alle Drittanbieter-Cookies nach 24 Stunden oder sogar sofort entfernt. Dies wiederum verschlingt einen grossen Teil Ihrer Zielgruppe.

Mit anderen Worten: Sie erhalten weniger Daten, müssen aber doch ausreichend Informationen sammeln, um die Erlebnisse ihrer Zielgruppen zu personalisieren. Nutzen Sie daher jene Gruppe, die am besten erkennbar ist optimal und erzielen Sie mit ihr einen höheren Erfolg. Wie packen Sie das an? Durch die Verwendung von First-Party-Data. Fangen Sie mit einer auffälligen Cookie-Bar an, welche die Besucher nicht ignorieren können, es sei denn, sie verlassen Ihre Website. Dies kann auch durch das Login erfolgen. Verbinden Sie diese gesammelten First-Party-Data (aus Analytics und einer CRM-Software) über verschiedene Touch Points hinweg, um beispielsweise durch Segmentierung, eine leistungsstarke Personalisierung zu ermöglichen. Dies führt dazu, dass die Besucher ihre Daten teilen, weil sie dadurch ein besseres Nutzererlebnis haben. Die Gruppe, die Sie verfolgen können, wird immer kleiner, es ist also dem digitale Anbieter überlassen, ob er bereit ist, sich mit weniger Qualität zufrieden zu geben. 

DIE ROLLE DES MARKETERS ÄNDERT SICH

Roboter, die die Welt beherrschen, selbstfahrende Autos, Stephen Hawking, der vorhersagt, dass die Technologie das Ende der Menschheit bedeutet: Das ist das Schreckgespenst der totalen Automatisierung. Gleichzeitig gibt es immer noch einen Marionettenspieler. Es sind immernoch Menschen,  welche die Knöpfe der Roboter drücken und die Algorithmen mit Daten füttern. Es stimmt zwar, dass die Automatisierung die Arbeit der Marketingspezialisten schnell übernimmt, aber diese Technologie wurde ja auch weitgehend vom Marketing selbst mitentwickelt. Marketer werden nicht überflüssig, aber ihre Rolle ändert sich.

VARIABLEN KONTROLLIEREN

Mit jeder technologischen Revolution, welche die Menschheit durchläuft, müssen sich auch viele Berufe neu erfinden. Dies gilt auch für die Digital Marketer. Die Arbeit, an die sie gewöhnt sind, wird es so nicht mehr geben. Immer intelligentere Algorithmen übernehmen kleine Aufgaben und können diese ohne menschliche Hilfe erledigen. Anstatt also Kampagnen manuell zu optimieren, ist es wichtig, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen und die Kontrolle über den Bau und die Steuerung jener Maschinen zu übernehmen, welche die Modelle ausführen. Fragen Sie sich als Marketingfachmann: Wie kann ich diese Variablen kontrollieren?

SIE DIKTIEREN DEN ALGORITHMUS UND DAS ERGEBNIS

Schauen wir uns die Keyword Bids in Kampagnen an. Lange Zeit wurde dies manuell durchgeführt. Nun haben Google-Algorithmen das Smart Bidding übernommen. Aber für sich allein genommen ist dieses maschinelle Bieten unvollständig. Letztendlich sind es die Marketingspezialisten, welche den Output optimieren und den Algorithmus ständig anpassen. So bauen und kontrollieren sie die Maschine. 

DIGITAL NATIVES

Unternehmen müssen also das Wissen und die Fähigkeiten von Marketingmitarbeitern intelligent nutzen, wenn sie zu Vorreitern werden wollen. Das bedeutet auch, dass talentierte Mitarbeiter, die mit diesen Entwicklungen Schritt halten können, sehr begehrt sind. Die digitale Reife nimmt zwar zu, aber diese Rollen sind noch immer schwer zu füllen. Immer mehr Unternehmen bauen ihre Marketingabteilung aus und setzen alles im eigenen Haus um. Andere setzen (temporäre) digitale Teams mit Digital Natives geschickt ein. Diese geben dem Unternehmen eine digitale Starthilfe und stärken seine Führungsposition – für jetzt und in der Zukunft.

Das Fazit lautet: Verschwenden Sie keine wertvolle Zeit auf etwas, was Maschinen bereits können. Nutzen Sie die Fähigkeiten intelligenter Mitarbeiter und aufschlussreiche Daten, um Ihren Kunden den besten Service zu bieten. Seien Sie nicht die Person, die zu spät erkennt, dass das, was sie tut, überflüssig ist. Stellen Sie sich selbst in Frage, sonst werden andere das für Sie tun.

DIE ZUKUNFT BEGINNT JETZT

Es gibt zahlreiche branchenübergreifende Trends, die sich gerade erst entwickeln, deren Komplexität und Geschwindigkeit aber im Jahr 2020 noch zunehmen wird. Während dies geschieht, entwickelt sich die Rolle des Marketing Spezialisten weiter, parallel werden die Algorithmen immer intelligenter. Die Marketingspezialisten werden sich auch mit grösseren Hürden für den Datenschutz und die Datensicherheit auseinandersetzen müssen. Aber sehen wir dies nicht als Bedrohung für unserer Arbeit. Diese Herausforderungen bringen neue Möglichkeiten mit sich, die uns nicht nur zu Innovationen zwingen und sondern uns auch dazu bringen, relevanter zu werden. Und genau letzteres ist das Ziel der technologischen und rechtlichen Entwicklungen. Letztendlich geht es um besseren Service. Dadurch macht unsere Arbeit mehr Spass und unsere Kunden haben eine bessere Erfahrung. Eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten.

Dieser Artikel zu den Digital Marketing Trends 2020 wurde ursprünglich auf Frankwatching in niederländischer Sprache veröffentlicht.

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