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Digital Marketing November 03, 2017

Verbesserte Lokalisierung in der Google-Suche

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Die Landes-Domain von Google spielt ab sofort keine Rolle mehr für die Anzeige von Suchresultaten. Google berücksichtigt neu primär den Standort eines Internet-Nutzers, um passende Ergebnisse anzuzeigen. Gerade für internationale Unternehmen gilt es ein paar Tricks zu beachten, um weiterhin in der organischen Suche präsent zu sein.

Woher weiss Google, welche regionalen Ergebnisse in der Suche ausgespielt werden sollen? Bislang hat hierfür die Top-Level-Domain (.de, .com, .fr etc.) der jeweiligen Google-Version eine entscheidende Rolle gespielt. Bei einer Suche über www.google.de wurden zum Beispiel standardmässig nur Treffer aus Deutschland berücksichtigt, unabhängig davon ob sich der Nutzer tatsächlich in Deutschland aufhielt. Diese einfache Regel bei der Lokalisierung von Suchergebnissen hat Google nun geändert. Ab sofort ist der aktuelle Standort des Nutzers massgebend und nicht mehr die verwendete Landes-Domain.

Die genannte Umstellung betrifft sowohl die mobile als auch die klassische Desktop-Suche, wie Google in einem Blog-Beitrag vom 30. Oktober 2017 erklärt.

Es wird sogar spekuliert, dass Google seine landesspezifischen Top-Level-Domains bald ganz aufgeben könnte und nur noch eine allgemeine Domain anbietet, wie zum Beispiel google.com oder search.google.

Warum gerade jetzt?

Aus Sicht von Google ist diese Umstellung zum jetzigen Zeitpunkt logisch und konsequent, denn die vorgenommene Änderung fügt sich nahtlos in die «mobile first» Strategie des Suchmaschinen-Giganten ein. Der mobile Index wird derzeit schrittweise ausgerollt – und in diesem Kontext stellt die verbesserte Lokalisierung einen wichtigen Baustein dar.

Was bedeutet das für den Nutzer?

Konkret heisst das: Wenn beispielsweise ein deutscher Nutzer in die Schweiz reist und von dort aus eine Google-Suche startet, dann werden die Suchergebnisse automatisch vom Standort Schweiz ausgespielt, selbst wenn der Nutzer «www.google.de» in die Browser-Zeile eintippt. Sobald der Nutzer nach Deutschland zurückkehrt, zeigt Google wieder Suchergebnisse aus Deutschland an. Diese automatische Standort-Erkennung bei Google lässt sich auch nicht überlisten, indem man im Inkognito-Modus surft.

Nutzer können aber weiterhin die gewünschte Google-Version manuell über die Einstellungen der Suchmaschine anpassen, wie die nachfolgende Animation zeigt:

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Was bedeutet diese Änderung für Unternehmen?

Die verbesserte Lokalisierung bei Google bietet gerade für international ausgerichtete Unternehmen, Hochschulen etc. eine grosse Chance, da regionale Angebote damit noch passgenauer ausgespielt werden können. Um der Suchmaschine eine einwandfreie Zuordnung von Suchanfrage und -treffer zu ermöglichen, sollten Website-Betreiber verstärkt darauf achten, dass:

  1. die hreflang-Auszeichnungen für Sprach- und Landes-URLs korrekt im Seiten-Quelltext umgesetzt sind und
  2. sie auch im Bereich «local search» präsent sind.

Bei der Implementierung der Sprach- und Landes-URLs gibt es ein paar grundlegende Regeln:

  • Die hreflang-Attribute werden in die Kopfzeile <head> eines HTML-Dokuments oder in die XML-Sitemap implementiert. Dies muss für alle Inhalte (URLs) erfolgen, die dem Nutzer bereitgestellt werden.
  • Alle Sprach-Versionen müssen per hreflang-Attribute miteinander verlinkt sein, sprich: alle Sprach-Versionen haben gegenseitige «Bestätigungslinks».
  • Zudem verweist jeder Inhalt immer auch auf sich selbst (zum Beispiel enthält die französische Version zur Startseite ein hreflang-Attribut mit einem Link auf sich selbst).

Weiterführende Informationen finden sich in der Search-Console-Hilfe.

Um im Bereich der lokalen Suche einschliesslich Google Maps besser gefunden zu werden, gibt es die Möglichkeit, einen eigenen «Google my Business» Account anzulegen. Zusätzlich kann die eigene Sichtbarkeit im lokalen und regionalen Bereich erhöht werden, wenn man für einzelne Standorte separate Seiten auf der eigenen Domain zur Verfügung stellt. Wichtig ist dabei immer: Die Standort-Daten, wie zum Beispiel Firmenname, Filial-Adressen und Telefonnummern, sollten möglichst einheitlich gepflegt sein, damit Google alle Informationen korrekt erkennen und ausspielen kann.

Fragen? Wir helfen gerne!